Erweiterte Konfigurationsempfehlungen
Stand:
Hier stehen die erforderlichen Servereinstellungen und ergänzenden Installationsanleitungen. In der Kompatibilitätsliste führen die Links Konfigurationseinstellungen zum passenden Abschnitt.
Ampache und LMS: Anmeldung mit API-Schlüssel
Für Ampache 7, Ampache 8 und LMS ist ein API-Schlüssel für die Anmeldung erforderlich. Einen Schlüssel für das eigene Benutzerkonto auf dem Server erstellen und diesen bei der Anmeldung in MusicServer Connect verwenden. Den Schlüssel vertraulich behandeln.
Ampache 7.10.2: Titel ohne Titelkünstler importieren
Symptom und Ursache
Dateien ohne Titelkünstler können beim Katalogimport fehlen. Die folgende Datenbankkorrektur ermöglicht deren Import. Für die Anmeldung an Ampache ist ein API-Schlüssel erforderlich; siehe Anmeldung mit API-Schlüssel.
Geltungsbereich
Diese Korrektur gilt für Ampache 7.10.2 mit MariaDB und der unten beschriebenen Spaltendefinition. Bei anderen Versionen zuerst prüfen, ob dieselbe Ursache vorliegt.
Was geändert wird
Ausschließlich die Spalte song.artist in der gewählten Ampache-Datenbank darf künftig NULL enthalten. Datentyp und Standardwert 0 bleiben erhalten; bestehende Indizes werden beibehalten. Ampache-Quellen und Musikdateien werden nicht geändert. Es werden keine Künstlernamen erfunden oder Dateitags ersetzt. Die Änderung betrifft keine anderen Datenbanken und keine globalen MariaDB-Einstellungen.
Allgemeine Datenbankkorrektur
Voraussetzungen
Die Befehle auf dem MariaDB-Server ausführen; bei einem Container direkt dort. Die Anmeldung benötigt Leserechte für die Prüfung und ALTER-Rechte auf song. Das Beispiel verwendet die lokale Anmeldung als root. Bei einer anderen Datenbankanmeldung die vorhandene sichere Clientkonfiguration verwenden; kein Passwort in den Befehl schreiben.
Zuerst den tatsächlichen Datenbanknamen festlegen. Er steht in Ampaches Konfiguration unter database_name. In allen Befehlen den Namen der eigenen Datenbank verwenden.
AMPACHE_DB='DEIN_AMPACHE_DATENBANKNAME'
mariadb --database="$AMPACHE_DB" -e \
"SHOW COLUMNS FROM song LIKE 'artist';"
Bei der bestätigten Fehlerkonstellation zeigt die Ausgabe Type=int(11) unsigned, Null=NO und Default=0. Bei Null=YES ist diese Korrektur bereits wirksam. Bei einer abweichenden Definition nicht blind ändern.
Empfohlen: das beiliegende Skript ampache7-null-artist.sh herunterladen auf dem Datenbankserver ausführen. Es überprüft die Spalte, akzeptiert nur den erwarteten vorzeichenlosen INT-Typ und führt bei bereits erlaubtem NULL keine erneute Änderung durch. Bei einem unerwarteten Schema bricht es ohne Änderung ab.
sh /pfad/zum/ampache7-null-artist.sh "$AMPACHE_DB"
Der konkrete SQL-Kern der Korrektur für die oben bestätigte Definition lautet:
ALTER TABLE song
MODIFY COLUMN artist INT(11) UNSIGNED NULL DEFAULT 0;
Fehlende Dateien ergänzen und Ergebnis prüfen
Nach der Schemaänderung die fehlenden Dateien ergänzen. Für Anwendungspfad, Katalogname und Dienstkonto die Werte der eigenen Installation einsetzen. Die PHP-Version muss zur Ampache-Ausgabe passen.
AMPACHE_APP='/pfad/zur/ampache-installation'
AMPACHE_CATALOG='DEIN_KATALOGNAME'
runuser -u www-data -- php "$AMPACHE_APP/bin/cli" \
run:updateCatalog "$AMPACHE_CATALOG" -a
mariadb --database="$AMPACHE_DB" -e \
"SELECT COUNT(*) AS Titel FROM song;
SELECT id, title, artist, enabled FROM song
WHERE artist IS NULL;"
-a ergänzt neue Mediendateien. Es fordert keine Katalogbereinigung, keinen Import von Playlists und keine erneute Prüfung bestehender Dateitags an. Ampache kann anschließend intern Zuordnungen und Zähler aktualisieren.
Danach im Plugin aktualisieren, Alle Titel öffnen und die zuvor fehlenden Titel prüfen. Anschließend die Titel über Alle Titel → alle markieren → DB durchsuchen → Zu Datenbank hinzufügen in die VirtualDJ-Suchdatenbank aufnehmen. Siehe Suche innerhalb von Baumknoten.
Betrieb und spätere Updates
Dies ist eine lokale Datenbankschema-Anpassung, keine offiziell bestätigte allgemeine Ampache-Migration. Nach einem Ampache-Datenbankupdate song.artist und den Import von Dateien ohne Titelkünstler erneut prüfen. Eine Migration kann die Definition wieder ändern. Das Skript lässt sich zur Prüfung wiederholt ausführen.
Für eine Rückkehr zu NOT NULL müssten vorhandene NULL-Einträge zuvor bewusst behandelt werden; ein blindes Zurücksetzen ist keine geeignete Rücknahme. Die getestete Korrektur behält fehlende Titelkünstler als fehlende Information bei.
Gonic 0.22.0: ein Album je Musikordner
Symptom und Ursache
Gonic benötigt eine nach Alben getrennte Ordnerstruktur. Dateien eines Albums sollen gemeinsam in einem Ordner liegen; ein Ordner darf keine Dateien verschiedener Alben enthalten. Ein gemeinsamer Ordner für beliebige Einzeltitel erfüllt diese Vorgabe nicht. Gonic kann dann die Albumangaben der ersten Datei auf die übrigen Dateien des Ordners übertragen, einschließlich des Albumkünstlers.
Empfohlene Ordnerstruktur
Für Einzeltitel ebenfalls je Album einen Unterordner anlegen, beispielsweise „Einzeltitel/Alter Ego - Betty Ford (Bonus Remixes Version)“ und „Einzeltitel/Homie Isback - Cherrymoon“. Beide Cherrymoon-Versionen mit demselben Album können gemeinsam in dessen Ordner liegen. Unterschiedliche Veröffentlichungen getrennt halten. Musikdateien in Unterordnern des konfigurierten Musikpfads ablegen; Gonic 0.22.0 überspringt Dateien unmittelbar im Wurzelordner.
Bei einer von mehreren Servern verwendeten Bibliothek kann eine separate Gonic-Ordneransicht aus symbolischen Links verwendet werden. Auch dort je Album einen eigenen Ordner anlegen. Jeder Titel darf über die konfigurierten Musikpfade nur einmal eingelesen werden. Das Gonic-Dienstkonto benötigt Zugriff auf die Verknüpfungen und deren Ziele.
Nach der Umstellung prüfen
Gonic vollständig neu scannen und die Titelliste im Plugin aktualisieren. Gesamtzahl, Albumzuordnung, Künstlerknoten und Wiedergabe prüfen. Änderungen am eingelesenen Pfad können neue Server-IDs verursachen; vorhandene Favoriten, Playlists und VirtualDJ-Zuordnungen anschließend kontrollieren. Die angezeigten Titel bei Bedarf erneut in die VirtualDJ-Suchdatenbank aufnehmen. Neu hinzugefügte Einzeltitel müssen ebenfalls in der passenden Albumordnerstruktur bereitgestellt werden.
Datei-Playlists für den Benutzer bereitstellen
Gonic liest Playlists aus seinem konfigurierten playlists-path und einem Unterordner mit der numerischen Benutzer-ID. Dort M3U-/M3U8-Dateien mit für Gonic auflösbaren Medienpfaden bereitstellen. Der normale Musikscan übernimmt Playlists aus anderen Bibliotheksordnern nicht automatisch. Auf dem Prüfstand werden dafür abgeleitete Pfadansichten erzeugt; die gemeinsamen Original-Playlists bleiben unverändert. Nach Änderungen an den Quellen diese Ansichten ebenfalls aktualisieren.
Gerbera 3.3.0-77: BPM, Key, UTF-8 und Inotify
Für BPM und Key die folgenden Zuordnungen ergänzen. Die Musikdateien müssen entsprechende BPM- und KEY- beziehungsweise INITIALKEY-Tags enthalten. Vorhandene Zuordnungen wie PERFORMER beibehalten.
| Bibliothek | Tag Name | Upnp metadata entry |
|---|---|---|
| taglib | BPM | upnp:beatsPerMinute |
| taglib | KEY | upnp:key |
| taglib | INITIALKEY | upnp:initialKey |
| ffmpeg | bpm | upnp:beatsPerMinute |
| ffmpeg | key | upnp:key |
| ffmpeg | initialkey | upnp:initialKey |
Bei einer Installation mit XML-Konfiguration die Einträge unter import → library-options → id3 → metadata und ffmpeg → metadata ergänzen. Gerberas XML-Gruppe id3 heißt in der Weboberfläche taglib Library Options. In beiden Bibliotheken charset auf UTF-8 setzen; filesystem-charset, metadata-charset und playlist-charset ebenfalls auf UTF-8 belassen beziehungsweise einstellen. Gerbera nach dem Speichern neu starten. Zusätzliche Tag-Zuordnungen wirken beim erneuten Import; ein normaler Rescan kann unveränderte Dateien überspringen. Bei Neuinstallationen zuerst konfigurieren, anschließend Musik importieren.
MP4, M4A und M4V: genaueren BPM-Tag bevorzugen
Verfügbar ab Git-Build 3.3.0-77: Die BPM-Erweiterung aus Gerbera-PR #3993 ist übernommen und im offiziellen Image enthalten. Die höhere Präzision ist optional und muss mit prefer_highest_bpm_accuracy="yes" eingeschaltet werden. Ohne dieses Attribut bleibt no der Standard.
Das MP4-Attribut tmpo enthält eine ganze Zahl. Daneben kann ein zusätzlicher iTunes-BPM-Tag einen genaueren Wert enthalten. Im vorhandenen XML-Element import → library-options → id3 lässt sich dessen Bevorzugung einschalten; die vorhandenen Tag-Zuordnungen beibehalten:
<id3 prefer_highest_bpm_accuracy="yes" prefer_ambigous_bpm_value="bpm_tag">
<metadata>
<add-data tag="BPM" key="upnp:beatsPerMinute" />
</metadata>
</id3>
Fehlt prefer_highest_bpm_accuracy oder steht es auf no, bleibt die bisherige Auswertung erhalten. Bei yes liest Gerbera tmpo und den zusätzlichen BPM-Tag getrennt. Bei weniger als 1 BPM Abstand wird der Tag-Wert übernommen, beispielsweise 123,5 statt 123. Bei mindestens 1 BPM Abstand entscheidet prefer_ambigous_bpm_value: tmpo bevorzugt die ganze Zahl, bpm_tag den zusätzlichen Tag. Fehlt das zweite Attribut, gilt bpm_tag. Die Attributschreibweise lautet ausdrücklich prefer_ambigous_bpm_value.
Nur endliche, positive Zahlen gelten für diese Auswahl als gültig; im Dateitag einen Dezimalpunkt verwenden. Ist nur eine der beiden Quellen gültig, wird diese verwendet. Halb- oder Doppeltempo wird nicht automatisch korrigiert. Andere Tags, Genres, Tonart und Cover werden weiterhin wie bisher ausgelesen. Nach einer Konfigurationsänderung Gerbera neu starten und betroffene Dateien erneut importieren; ein gewöhnlicher Rescan kann unveränderte Dateien überspringen.
AIFF: BPM, Key und mehrere Genres einlesen
Falls bei AIFF-Dateien trotz vorhandener ID3-Tags BPM oder Key fehlen, in Gerberas Config → Expert → Import → Mappings → Mimetype-Contenttype die Zuordnung des erkannten MIME-Typs zum Inhaltstyp aiff ergänzen. Für audio/x-aiff und audio/aiff jeweils aiff eintragen. Dadurch kann Gerbera den passenden TagLib-Leser verwenden; die BPM-/Key-Zuordnungen aus der obigen Tabelle werden weiterhin benötigt.
In der XML-Konfiguration die folgenden Zeilen im vorhandenen Abschnitt import → mappings → mimetype-contenttype ergänzen. Bestehende Zuordnungen beibehalten:
<treat mimetype="audio/x-aiff" as="aiff" />
<treat mimetype="audio/aiff" as="aiff" />
Gerbera beziehungsweise den Container neu starten und die betroffenen Dateien erneut importieren. Ein gewöhnlicher Rescan kann unveränderte Dateien überspringen; die Musikdateien müssen dafür nicht umbenannt oder ihre Änderungsdaten angepasst werden.
OGV: Tags aus den Audio- und Videospuren übernehmen
Bei OGV können Titel, Künstler, Album, Genres, BPM und Tonart in den einzelnen Audio- und Videospuren liegen. Aktiviere in Gerberas Config → Expert → Library Options → ffmpeg Library Options die Option streams-enabled. In der XML-Konfiguration dafür am vorhandenen import → library-options → ffmpeg-Element das Attribut streams-enabled="yes" setzen; vorhandene Attribute und Tag-Zuordnungen erhalten.
Anschließend Gerbera beziehungsweise den Container neu starten und bereits importierte OGV-Dateien erneut einlesen. Die BPM-/Key-Zuordnungen aus der obigen Tabelle bleiben erforderlich. Ohne aktivierte Stream-Auswertung können diese Angaben trotz korrekt gespeicherter Tags fehlen.
WebM und WMV: mehrere Genres mit dem passenden Leser übernehmen
Seit Git-Build 3.3.0-62 und auch im aktuellen 3.3.0-77 kann Gerbera mehrere Genre-Tags aus WebM und WMV übernehmen. Bei einem Update bleibt die vorhandene Konfiguration erhalten; deshalb können die im neuen Build ergänzten Leser-Zuordnungen dort noch fehlen. In Config → Expert → Import → Mappings → Mimetype-Contenttype die folgenden Zuordnungen ergänzen oder im vorhandenen XML-Abschnitt import → mappings → mimetype-contenttype eintragen:
<treat mimetype="video/webm" as="mkv" />
<treat mimetype="video/x-ms-wmv" as="asf" />
Bestehende Zuordnungen und BPM-/Key-Einstellungen beibehalten, Gerbera neu starten und die betroffenen Dateien erneut importieren. Das ändert die Auswahl des Metadatenlesers, nicht den ausgelieferten Video-MIME-Typ. Die Dateien müssen dafür weder umbenannt noch umgetaggt werden. Grundlage sind die Standardzuordnungen dieses Gerbera-Quellstands.
Dateien und Attributänderungen automatisch erkennen
Inotify erkennt Dateiereignisse. Mit inotify-attrib="yes" werden zusätzlich Attributänderungen überwacht, darunter die beim gezielten Touch geänderten Dateizeiten. Für die Linux-Installation den vorhandenen autoscan-Abschnitt in /etc/gerbera/config.xml ergänzen; bestehende Musikpfade erhalten:
<autoscan use-inotify="yes" inotify-attrib="yes">
<directory location="/srv/music" mode="inotify" recursive="yes" hidden-files="no" />
</autoscan>
Anschließend den Linux-Dienst mit systemctl restart gerbera neu starten.
Inotify im offiziellen Gerbera-Container
Das offizielle Image aktiviert bereits Inotify für den eingebundenen Musikordner. Die zusätzliche Attributüberwachung ist zunächst ausgeschaltet. In Gerberas Config → Expert → Import stehen Use Inotify und Monitor Inotify Attribute Changes; im geprüften Image sind sie nicht über diese Webansicht bearbeitbar. Die Einstellung steht in der dauerhaften Datei /var/run/gerbera/autoscan.xml.
- Auf QNAP in Container Station den Container gerbera-qnap öffnen und dessen Terminal beziehungsweise Konsole starten. Auf Synology in Container Manager den Container gerbera-synology wählen, dessen Terminal öffnen und eine Shell mit /bin/sh starten. Der folgende Befehl wird im Container ausgeführt.
- Den folgenden Block einfügen. Er ergänzt das Attribut und zeigt die Scan-Datei; Musikpfad und vorhandene Einstellungen bleiben erhalten.
test -f /var/run/gerbera/autoscan.xml &&
sed -i -e 's/inotify-attrib="no"/inotify-attrib="yes"/g' \
-e '/<autoscan/ { /inotify-attrib=/! s/<autoscan/<autoscan inotify-attrib="yes"/; }' \
/var/run/gerbera/autoscan.xml &&
cat /var/run/gerbera/autoscan.xml
In der Ausgabe muss autoscan das Attribut inotify-attrib="yes" enthalten. Danach den Container neu starten und in Gerberas Config prüfen, dass Monitor Inotify Attribute Changes angehakt ist. Falls autoscan.xml fehlt, zuerst die tatsächlich verwendete Konfigurationsdatei ermitteln. Der Befehl gilt für den in den NAS-Anleitungen festgelegten offiziellen Gerbera-Build.
Separate Genre-Tags benötigen keine zusätzliche Einstellung. MusicServer Connect übernimmt alle gelieferten UPnP-Genrefelder. Ab Version 1.5 werden auch zusammengesetzte Genreangaben mit Semikolon oder Schrägstrich den einzelnen Genres zugeordnet; die Server- und Dateitags bleiben unverändert.
Quellen: Gerbera-Autoscan und Attributüberwachung, Initialkonfiguration des offiziellen Container-Images.
Gerbera 3.3.0-77: reine Titelnamen in Suchergebnissen
Gerbera setzt den Titel einer UPnP-Suchantwort standardmäßig aus M_ARTIST und M_TITLE zusammen. MusicServer Connect liest seine Bibliothek über diese Suchschnittstelle ein; deshalb erscheint beispielsweise „Speedy J - Electric Deluxe“ in der Titelspalte, obwohl der TITLE-Dateitag nur „Electric Deluxe“ enthält.
Unter server → upnp den Abschnitt search-item-result ausschließlich mit M_TITLE konfigurieren. extend="no" ersetzt die Standardliste, statt sie um weitere Einträge zu ergänzen:
<search-item-result extend="no">
<add-data tag="M_TITLE" />
</search-item-result>
Das Konfigurationsskript gerbera-suchtitel.py setzt diese Einstellung in einer bestehenden XML-Konfiguration. Der Standardpfad ist /etc/gerbera/config.xml; ein anderer Pfad kann als Argument übergeben werden. Vorhandene Namensräume, Kommentare und andere Einstellungen bleiben erhalten. Bei einer mehrdeutigen Serverstruktur bricht das Skript vor dem Schreiben ab.
Alternativ in Gerberas Weboberfläche unter Config → Server → UPnP → Search item result den Eintrag M_ARTIST entfernen und nur M_TITLE behalten. Bereits in der Weboberfläche gespeicherte Werte berücksichtigen; sie können XML-Einstellungen überschreiben. Diese Einstellung gilt auch für Gerbera 3.3. Der Künstler bleibt als separates Artist-Feld erhalten.
Gerbera neu starten und die Serververbindung im Plugin neu laden. Die Einstellung ändert die Titelanzeige in Suchergebnissen; eine Änderung an MusicServer Connect oder an Musikdateien ist nicht erforderlich. Bei bereits in VirtualDJ gespeicherten Titeln die Anzeige anschließend ebenfalls prüfen. Die optionale FRITZ!Box-Künstlerextraktion ist davon unabhängig.
Gerbera: Playlist-Ansichten und Import
Warum dieselbe Playlist mehrfach erscheint
Gerbera kann dieselbe Playlist sowohl unter Playlists → All Playlists als auch unter Playlists → Directories anzeigen. Das bedeutet nicht, dass die Playlist-Datei mehrfach vorhanden ist.
MusicServer Connect fasst identische Playlistansichten zusammen. Bei unterschiedlichen Inhalten oder einer unvollständigen Abfrage können mehrere Ansichten sichtbar bleiben.
Unvollständigen Playlist-Import prüfen
- Die Einträge der Playlist prüfen. Relative Pfade beziehen sich auf ihren Ordner.
- Prüfen, ob alle referenzierten Musikdateien vorhanden und für Gerberas Dienstkonto lesbar sind.
- Die Playlist nach Änderungen erneut einlesen lassen. Bei einem unvollständigen Import den Gerbera-Dienst neu starten und den Scan abwarten.
- Anschließend die Ansicht im Plugin aktualisieren und die Playlist prüfen.
Für die automatische Erkennung von Dateiänderungszeiten die Inotify-Attributüberwachung aktivieren.
Veraltete Playlistverweise und M3U-Zeichensatz
Nach Änderungen an referenzierten Musikdateien die Playlist-Inhalte erneut prüfen. Ein normaler Rescan kann bereits vorhandene Playlistansichten unverändert lassen. Danach die Bibliothek in MusicServer Connect aktualisieren. Katalogkennungen können sich dabei ändern.
Für die gemeinsame Nutzung derselben Playlistdateien mit MinimServer speichern wir M3U mit Windows-1252 und M3U8 mit UTF-8. Gerberas Standardimporter im geprüften Build 3.3.0-77 löste den Umlautpfad der Windows-1252-M3U nicht korrekt auf. Die geprüfte M3U-Importerweiterung herunterladen und im konfigurierten benutzerdefinierten Skriptverzeichnis speichern. Sie erkennt in M3U-Zeilen gültiges UTF-8 und verwendet andernfalls Windows-1252. M3U8, PLS und XML-Playlists verwenden weiterhin den Standardimporter. Bestehende benutzerdefinierte Skripte beibehalten.
In der bestehenden Gerbera-Konfiguration unter import/scripting/import-function den Playlistfunktionsnamen von importPlaylist auf mscImportPlaylist ändern. Das unter import/scripting/script-folder/custom konfigurierte Verzeichnis muss die heruntergeladene Datei enthalten und bei Containerinstallationen dauerhaft gespeichert sein. Im Prüfstand liegt sie unter /var/run/gerbera/custom-js. Gerbera danach neu starten und die Playlistdatensätze erneut importieren. Die Erweiterung benötigt den JavaScript-Importer.
MiniDLNA / ReadyMedia 1.3.3: Playlist-Dateiendungen
MiniDLNA 1.3.3 erkennt Playlists mit .m3u und .pls. Dateien mit .m3u8 werden nicht eingelesen.
Empfehlung: nach Möglichkeit in M3U umbenennen
Wenn keine andere Anwendung oder Serverkonfiguration auf den bisherigen M3U8-Dateinamen angewiesen ist, die Dateiendung von .m3u8 in .m3u ändern. Das ist die einfachste Lösung für MiniDLNA. Dateiinhalt, UTF-8-Kodierung und Speicherort bleiben erhalten; relative Musikpfade funktionieren dadurch weiterhin. Vorhandene Verweise auf den Playlist-Dateinamen entsprechend anpassen. Anschließend die Playlist von MiniDLNA erneut einlesen lassen und das Plugin aktualisieren.
Alternative: gemeinsame M3U8-Quelle erhalten
Wird die M3U8-Datei von anderen Servern benötigt, eine zusätzliche M3U-Datei erzeugen und MiniDLNA bereitstellen. Wenn sie in einem anderen Ordner liegt, die relativen Musikpfade entsprechend anpassen oder absolute Pfade verwenden.
Das Einrichtungsskript minidlna-playlist-view.py prüft Quelle und Ziel, erzeugt die abgeleitete M3U und ergänzt MiniDLNAs vorhandene Konfiguration um media_dir=A,/media3. Es verändert weder die M3U8-Datei noch die bestehenden media_dir-Einstellungen. Bei Zielkonflikten bricht es ab. Anschließend MiniDLNA neu starten und das Plugin aktualisieren. Nach Änderungen an der Quellplaylist das Skript erneut ausführen und MiniDLNA neu starten, damit die abgeleitete Ansicht aktuell bleibt. Ein Änderungswächter ist nicht eingerichtet.
Cacheberechtigungen beim Neuaufbau
Kann MiniDLNA seinen Covercache beim Neuaufbau nicht bereinigen, die Schreibrechte auf den Cache und dessen Unterverzeichnisse prüfen.
Bei anderen Installationen zuerst das tatsächliche Dienstkonto und den konfigurierten Cachepfad ermitteln. Nach einem Bibliotheksneuaufbau im Plugin aktualisieren und die vollständige Titelliste bei Bedarf erneut über „DB durchsuchen → Zu Datenbank hinzufügen“ registrieren.
Audio und Video freigeben
Eine Freigabe mit media_dir=A,/srv/music ist auf Audio begrenzt. Für beide Medientypen diese vorhandene Zeile auf media_dir=AV,/srv/music ändern, weitere Freigaben erhalten und den Dienst neu starten. Die Codec- und Metadatengrenzen bleiben davon unabhängig.
Serviio 2.5: benötigte Ansichten freigeben
Damit Albumkünstler und die ursprüngliche Albumreihenfolge verfügbar sind, in der Serviio-Konsole die benötigten Kategorien anzeigen lassen.
Titelreihenfolge
Für die ursprüngliche Titelreihenfolge ein einzelnes Album öffnen. Eine gewählte Spaltensortierung in VirtualDJ kann die sichtbare Reihenfolge ändern.
In der Serviio-Konsole unter Darstellung → Audio die Kategorien Audio, Albums, Titles und Playlists auf „Kategorie anzeigen“ einstellen. Die übrigen Kategorien unter Audio können auf „Nur Inhalt anzeigen“ stehen. Die Albumansicht muss für die ergänzende Abfrage verfügbar sein. Eine Änderung der Musikdateien ist dafür nicht erforderlich.
Abweichende gespeicherte Albumkünstler
Stimmen Serviios Album- oder Künstlerangaben nicht mit den Dateitags überein, die Metadaten auf dem Server erneut einlesen lassen und anschließend das Plugin aktualisieren.
Bei mehreren Genre-Tags wird nur der erste übernommen.
Bei mehreren Genre-Tags wird nur der erste übernommen. Weitere Genre-Werte fehlen dadurch in den übermittelten Metadaten und im Genrebaum. Dieser Kompatibilitätshinweis ist nicht auf ein bestimmtes Dateiformat beschränkt.
Auch Videos einlesen
Unter Library → Shared folders den vorhandenen Bibliotheksordner bearbeiten und zusätzlich zu Audio auch Video aktivieren. Die Freigabe speichern und Force refresh ausführen. Gemischte Datei-Playlists werden von Serviio in getrennten Audio- und Videoansichten geliefert.
Twonky Server 8.5.2: vollständiger Titel- und Albumabruf
MusicServer Connect verwendet bei erkannter Twonky-Struktur die vollständigen nativen Titel- und Albumansichten. Die globale Serversuche ließ im Prüfstand sieben erreichbare W-/Y-Titel aus. Der automatische Ausweichabruf übernimmt auch diese Titel und die originale Albumreihenfolge. Dafür ist keine zusätzliche Plugin-Einstellung nötig. Unvollständige oder wechselnde native Seiten werden weiterhin abgelehnt.
Der Nachtest erfasste 149 Medien (139 Audio, zehn Video), sämtliche angebotenen Ansichten ohne Abruffehler. ASX/XSPF und fehlende Format-/Metadaten bleiben Einschränkungen des Servers. Nach einem Twonky-Neustart kann eine erneute Herstelleranmeldung erforderlich sein; ein Anmeldehinweis ist kein Musikkatalog.
Universal Media Server 15.8.2: Linux-Dienst und Albumdarstellung
Bei einem Linux-Dienst die Umgebung auf UTF-8 einstellen, damit Musikpfade mit Umlauten und anderen Unicode-Zeichen verarbeitet werden können.
Mit systemctl edit DIENSTNAME.service die folgende Ergänzung für den eigenen UMS-Dienst einrichten. Danach systemctl daemon-reload ausführen, diesen Dienst neu starten und den Bibliotheksscan abwarten.
[Service]
Environment=LANG=C.UTF-8
Environment=LC_ALL=C.UTF-8
Die Locale C.UTF-8 muss auf dem System verfügbar sein. Eine reine Java-Einstellung für file.encoding ersetzt die Locale für Dateinamen nicht. Ein separat aus einer interaktiven Shell gestarteter Java-Aufruf kann andere Einstellungen verwenden als der laufende Dienst.
Der direkte Zugriff auf den Musikordner unter Linux vermeidet Einschränkungen von Windows-Freigaben bei Dateinamen, beispielsweise bei einem Fragezeichen im Namen.
Albumkünstler und Datenbanksuche
Für vollständige Albumkünstlerangaben in UMS.conf die eingebaute Datenbanksuche aktivieren und UMS neu starten:
search_lucene_use_engine = false
Die Einstellung ersetzt die Lucene-Volltextsuche durch die eingebaute Datenbanksuche.
Originale Albumreihenfolge
Für die ursprüngliche Titelreihenfolge ein einzelnes Album öffnen. Eine gewählte Spaltensortierung in VirtualDJ kann die sichtbare Reihenfolge ändern.
UMS liefert mehrere Genre-Tags als gemeinsamen, mit „ / “ getrennten Genretext. MusicServer Connect bildet daraus einzelne Genreknoten; der Titel erscheint unter jedem enthaltenen Genre. Umgang mit mehreren Genres.
ASX-Dateien und unvollständige Katalogsuche
UMS 15.8.2 kann ASX-Playlistdateien als Videotreffer mitzählen, ohne entsprechende Objekte auszuliefern. Außerdem kann die Audiosuche mehr Treffer ankündigen als ausliefern; OGG-Audio kann in der Audio-Klassensuche fehlen. MusicServer Connect erkennt diese Fehler und ergänzt den Katalog über die tatsächlichen Dateiordner. Der nachgeprüfte Bestand mit 141 Audio- und zehn Videodateien wird damit vollständig angezeigt; vorhandene Audio-IDs und Metadaten bleiben erhalten. Eine zusätzliche Einstellung ist dafür nicht erforderlich.
Das Plugin entdeckt reale Unterordner auch unabhängig von der unvollständigen SQL-Suche. Bereits geprüfte Suchseiten dienen ausschließlich zur Aliaszuordnung. Vor der Übernahme vergleicht es zwei vollständige Datei-Inventare und prüft erneut, ob sich der Suchzustand geändert hat. Virtuelle Filterkombinationen werden dabei nicht durchlaufen. Wenn eine künftige UMS-Version die normale Suche vollständig und mit korrekten Medienklassen liefert, verwendet das Plugin automatisch wieder diesen direkten Suchweg. Die Bibliotheks-Testdateien wurden nicht geändert.
Dieser Ausweichabruf repariert keine fehlenden Servermetadaten oder Playlist-Einträge: ASX, WPL und XSPF fehlen weiterhin als Playlistansichten. Bei den geprüften älteren M3U-/PLS-Listen ließ UMS den ersten Titel weg; die drei gemischten Format-Testlisten enthalten dagegen alle sechs Positionen samt Audio- und Videowiederholung.
Audio-Umwandlung und Streaming-WAV
UMS kann je nach Clientprofil Audio als WAV mit 16 Bit liefern. Im Nachtest enthielten vier solcher Formatproben vollständige Audiodaten, obwohl ihre unbestimmten WAV-Längen eine strenge Dateiprüfung scheitern ließen. Reguläre Decodierung und Vergleich der auf 16 Bit vereinheitlichten Audiodaten waren erfolgreich. Das belegt keine Erhaltung einer ursprünglichen 24-Bit-Auflösung. Sehr kleine Bereichsabrufe können bei der Umwandlung leer bleiben; normale Downloads und 64-KiB-Abrufe funktionierten.
Zusätzlichen Umwandlungsordner ausblenden
show_transcode_folder = false blendet den virtuellen Ordner für alternative Umwandlungseinstellungen aus. Die Umwandlung selbst und die gespeicherten Medientags bleiben erhalten. Diese Anzeigeoption allein behebt die widersprüchlichen UPnP-Seitenzahlen nicht.
MinimServer: BPM/Key und Bibliotheksaktualisierung
BPM und Key aus den Musikdateien übernehmen
Die Übermittlung zusätzlicher Tags benötigt eine MinimServer-Voll- oder Testlizenz. Die Musikdateien müssen BPM- und KEY- beziehungsweise INITIALKEY-Tags enthalten.
- Auf der MinimServer-Konfigurationsseite Properties öffnen.
- Unter itemTags die Namen
BPM,KEY,INITIALKEYergänzen. Bereits vorhandene Einträge beibehalten; die Tags müssen zu den eigenen Musikdateien passen.KEYundINITIALKEYberücksichtigen: Das MP3-FeldTKEYwird von MinimServer alsINITIALKEYgelesen. - Die Änderungen speichern und den angeforderten Serverneustart ausführen.
- Unter Status einen Rescan ausführen. Danach die Bibliothek in MusicServer Connect aktualisieren.
Weitere Informationen: MinimServer: zusätzliche Metadaten und Lizenzumfang. WiiMs Advanced Mode ist eine Funktion der WiiM-App; die Voll-Lizenzanforderung hier betrifft die zusätzlichen Servermetadaten.
Bereits in VirtualDJ gespeicherte Werte können nach einer Änderung erhalten bleiben. Um die eingebetteten BPM-/Key-Tags erneut zu übernehmen, die betroffenen Titel markieren und im Kontextmenü „BPM und Key aus Musikdatei holen“ wählen. Für eine neue Audioanalyse „BPM und Tags ermitteln“ verwenden; bei mehreren markierten Titeln steht diese Aktion unter „Batch“.
Nach Änderungen neu einlesen
Nach Änderungen an Musikdateien, Tags oder Dateiänderungszeiten einen Rescan in MinimServer ausführen. Öffne dazu die MinimServer-Konfigurationsseite, wähle den Status-Reiter und klicke auf Rescan. Anschließend den Status aktualisieren, bis MinimServer wieder „Running“ meldet, und die Ansicht in MusicServer Connect aktualisieren. Ein einfacher MinimServer-Restart führt nicht grundsätzlich einen Rescan aus.
Ein veralteter Serverindex kann Einträge als „Modified or deleted item“ ohne Titelmetadaten und Audiodatei liefern. Die gemeldete Gesamtzahl kann diese Platzhalter weiterhin enthalten. Dann zeigt das Plugin weniger nutzbare Titel, während Albumkünstler oder Alben noch aus den vorhandenen Servercontainern bekannt sind.
Siehe MinimServer-Konfigurationsseite und Rescan sowie offizielle Web-API für automatisierte Rescans.
Ein Album aus mehreren Ordnern zusammenfassen
Wenn Titel desselben Albums in mehreren Ordnern liegen, kann MinimServer mehrere gleichnamige Alben liefern. Unter Properties die Einstellung mergeFolderAlbums auf true setzen, speichern und MinimServer neu starten. Albumname und Albumkünstler müssen übereinstimmen. Die Einstellung gilt für die gesamte Bibliothek und kann deshalb auch andere passende Alben aus mehreren Ordnern zusammenfassen. Die Mediendateien bleiben unverändert.
Im Prüfbestand wurde damit „MSC Format Tests 1.3“ aus den Unterordnern Audio und Video zu einem Album mit 13 von MinimServer erkannten Titeln zusammengefasst. Die zuvor getrennten Gruppen enthielten elf und zwei Titel. In WiiM Home anschließend den Server öffnen und unter … → Musikserver erneut scannen den eigenen App-Index aktualisieren. Die Bezeichnung kann je nach App-Sprache abweichen. Im Prüfbestand wurde danach auch in WiiM Home nur noch ein Testalbum angezeigt.
Siehe MinimServer: Alben und Ordner und WiiM Home: Medienbibliothek erneut einlesen.
M3U/M3U8: Zeichensatz und fehlende Einträge
MinimServer erwartet .m3u mit Windows-1252 beziehungsweise ISO-8859-1 und .m3u8 mit UTF-8. Eine UTF-8-Datei mit der Endung .m3u kann deshalb bei Umlauten im Dateipfad Titel auslassen. Für Unicode-Pfade M3U8 verwenden. Wird zusätzlich M3U benötigt, eine entsprechend codierte Kopie speichern. Zeichen, die sich in diesem Zeichensatz nicht darstellen lassen, dürfen dabei nicht ersetzt werden.
Im Prüfbestand behob ein Rescan den veralteten Verweis auf „Betty Ford“, der zuvor als „Modified or deleted item“ ohne nutzbare Musikdatei geliefert wurde. Die korrekte Windows-1252-Codierung der zusätzlichen Sven-Väth-M3U stellte außerdem den Umlautverweis auf „W.I.R.“ wieder her. Beide Listen liefern danach alle vier Titel in Quellreihenfolge. Ein kompletter Katalog-Neuaufbau war nicht erforderlich. Die gemischten Formatlisten liefern jeweils fünf von sechs Positionen einschließlich Wiederholungen; die MKV-Probe bleibt wegen fehlender Formatunterstützung ausgenommen.
Nach dem Rescan die Bibliothek im Plugin aktualisieren. Quelle: MinimServer: Playlistformate und Zeichensätze.
JRiver: Playlists importieren und Lesezugriff erlauben
Playlists in JRivers Bibliothek importieren. Wenn der automatische Musikimport eine Playlist nicht übernimmt, sie separat importieren und anschließend die Ansicht im Plugin aktualisieren.
Für schreibende Zugriffe auf JRivers Web-Service-Schnittstelle ist eine aktivierte Anmeldung erforderlich. Der anonyme Lesezugriff muss weiterhin erlaubt sein: MusicServer Connect liest über diese Schnittstelle die Playlist-Typen, um normale Playlists und Smartplaylists zu unterscheiden. Der Lesezugriff gewährt keine Berechtigung zum Ändern von Playlists.
Smartplaylists können im Plugin ein- und ausgeblendet werden. Bei ausgeblendeten Smartplaylists werden ihre Inhalte beim Baumaufbau nicht abgefragt; beim Einblenden werden sie nachgeladen. Leere Listen und Listen ohne Audiotitel erscheinen nicht als Musikplaylists.
Synology: Standard-Medienserver einrichten
Synologys Standardserver unterstützt WiiM Home Advanced Mode. Wenn VirtualDJ BPM und Key selbst berechnet, genügt er auch für MusicServer Connect. Für gespeicherte BPM-/Key-Werte kann Gerbera im Container ergänzt werden. Beide Server können dieselben Musikdateien lesen.
Im Paket-Zentrum das Paket Medienserver installieren und die Musikbibliothek in den gemeinsamen Ordner music kopieren. Ein Speicherpool mit Volume muss eingerichtet sein.
- Allgemeine Einstellungen: DMA-Menüsprache nach Wunsch, DMA-Menüstil Einfacher Stil; SSDP-Meldeintervall beim Standardwert belassen.
- Sucheinstellungen: Musikanzeigeformat „Nur Titel“; zusätzliche Coverdateien über „Coverbild für Audio-/Videodateien anzeigen“ zulassen und die vorgegebenen Dateinamen beibehalten.
- DMA-Kompatibilität: Audio-Transkodierung und benutzerdefinierte MIME-Typen ausgeschaltet lassen. Den gewünschten Geräten den Zugriff erlauben.
- Nach dem Kopieren den USB-Speicher sicher auswerfen. Die Ordner Alben, Einzeltitel und Playlists liegen direkt unter music.
Der Synology-Medienserver liefert mehrere Genre-Tags als einen mit „;“ getrennten Wert. MusicServer Connect bildet daraus einzelne Genreknoten, sodass der Titel unter jedem enthaltenen Genre erscheint. Umgang mit mehreren Genres.
Playlists mit Endung .m3u speichern. Eine .m3u8-Datei in File Station unter music/Playlists in .m3u umbenennen; UTF-8-Inhalt und relative Pfade beibehalten. Wenn andere Server die M3U8 benötigen, eine zusätzliche M3U-Kopie anlegen.
FRITZ!Box: Audioformate und Titelkünstler
Mediaserver einrichten
Den USB-Speicher mit der Musikbibliothek anschließen. In der FRITZ!Box-Oberfläche unter Heimnetz → Mediaserver „Mediaserver aktiv“ einschalten, den USB-Speicher als Medienquelle auswählen und übernehmen. Den Datei-Index unter Heimnetz → USB / Speicher beziehungsweise Speicher (NAS) erstellen oder aktualisieren und die Indexierung abwarten. Anschließend den FRITZ!Box-Mediaserver in MusicServer Connect auswählen.
Audioformate und Metadaten
Die FRITZ!Box kann viele Audioformate streamen, wertet deren Tags aber nur teilweise aus. Ohne Tag-Auswertung fehlen die Albumkünstler-, Album- und Genreangaben für den Bibliotheksbaum. Bei eingeschalteter Titelkünstler-Ermittlung kann MusicServer Connect den Interpreten aus Dateinamen im Muster „Künstler - Titelname“ ableiten. Die Dateien bleiben über Alle Titel, Ordner und unterstützte Playlists erreichbar.
| Audioformate | Tag-Auswertung |
|---|---|
| MP3, WMA, ASF | Ja; keine Zusicherung aller einzelnen Metadatenfelder. |
| FLAC | Nein |
| AAC, M4A | Nein |
| WAV, AIF/AIFF, LPCM | Nein |
| Ogg Vorbis, APE, WavPack, MPC | Nein |
| 3GP, AC3, MKA, MPA, MP1, MP2, Real Audio, Karaoke CDG/BIN | Nein |
Für MP3/WMA nennt die Herstellerdokumentation zur Sortierung Titel, Interpret, Album, Genre und Titelnummer sowie ID3 v2.3 oder älter. Albumkünstler, BPM und Key werden dadurch nicht als unterstützte Felder zugesichert. Die Wiedergabe setzt voraus, dass VirtualDJ beziehungsweise das Abspielgerät das Audioformat unterstützt.
Empfehlung: Titelkünstler verwenden
Für Bibliotheken mit FLAC oder anderen Formaten ohne Tag-Auswertung, auch bei einer Mischung mit MP3, die Ansicht Titelkünstler verwenden, sofern die Dateinamen dem Muster „Künstler - Titelname“ entsprechen. Dazu im Kontextmenü der Quelle MusicServer Connect zuerst „Titelkünstler aus Dateinamen ermitteln“ einschalten. Anschließend „Künstler anzeigen“ und „Zu Titelkünstlern wechseln“ auswählen, sofern diese Ansicht noch nicht aktiv ist.
Die Ermittlung ist für neue Serververbindungen standardmäßig ausgeschaltet und wird pro Serververbindung gespeichert. Zum Ausschalten im selben Menü „Ermittlung von Titelkünstlern aus Dateinamen ausschalten“ wählen. Ohne das Muster „Künstler - Titelname“ die Ermittlung ausgeschaltet lassen: Das Plugin kann nicht entscheiden, ob der Text vor einem Bindestrich ein Künstler oder ein Teil des Titels ist.
Bei eingeschalteter Ermittlung, fehlendem Interpreten und einem passenden Namen trennt MusicServer Connect am ersten „ - “. Beispielsweise wird „1st Bass - Slam Me Down“ als Interpret „1st Bass“ und Titel „Slam Me Down“ angezeigt. Weitere Bindestriche bleiben im Titel; vorhandene Künstlerangaben haben Vorrang. Ausgeschaltet unterbleibt diese Trennung und der vom Server gelieferte Titel bleibt für diese Auswertung unverändert. Die separate Einstellung zur Remix-Erkennung ist davon unabhängig.
Beim Umschalten aktualisiert MusicServer Connect auch die gespeicherte Titelanzeige, sofern Titel und Interpret noch einer der beiden Plugin-Darstellungen entsprechen. Abweichende manuelle Änderungen bleiben erhalten. BPM, Key, Remix und Analysewerte werden durch diesen Schalter nicht geändert.
Diese Ableitung füllt den Interpreten und die Titelkünstleransicht. Sie ersetzt keine Album-, Albumkünstler- oder Genre-Tags. Bei einer Bibliothek ausschließlich aus MP3, WMA oder ASF können die vom Server gelieferten Tags genutzt werden; die Titelkünstleransicht ist dann keine erforderliche Ausweichlösung. Die Albumkünstleransicht ist nur sinnvoll, wenn die benötigten Angaben tatsächlich geliefert werden.
Bei Audioformaten ohne Tag-Auswertung stehen auch gespeicherte BPM-/Key-Werte nicht über die FRITZ!Box zur Verfügung. VirtualDJ kann diese Werte selbst berechnen. Für eine vollständige Bibliotheksnavigation aus den Dateitags einen Musikserver mit Metadatenunterstützung für die verwendeten Formate einsetzen.
Playlists
M3U und PLS verwenden. WPL wird erkannt, kann aber Titel auslassen; für verlässliche vollständige Listen daher M3U oder PLS wählen. M3U8, ASX und XSPF werden nicht als Playlists erkannt. UTF-8-Inhalt und gültige relative Musikpfade beibehalten. MusicServer Connect entfernt die Dateiendung und den angehängten Ordnernamen aus dem angezeigten Playlistnamen.
Herstellerdokumentation: Audioformate, Tag-Auswertung und Playlistformate, Sortierung und Tag-Versionen sowie Mediaserver einrichten und Datei-Index erstellen.
QNAP: Standard-Medienserver und Gerbera parallel betreiben
QNAPs Standardmodul Media Streaming Add-on unterstützt WiiM Home Advanced Mode. Es genügt auch für MusicServer Connect, wenn VirtualDJ BPM und Key selbst berechnet und die falsche Playlistreihenfolge akzeptabel ist. Für gespeicherte BPM-/Key-Werte, mehrere separate Genres und korrekte Playlists kann Gerbera mit Container Station ergänzt werden.
Im App Center Multimedia Console und Media Streaming Add-on installieren. Die Musikordner unter Public/music ablegen. In Multimedia Console unter Inhaltsverwaltung das Media Streaming Add-on wählen und Public/music als Inhaltsquelle hinzufügen.
- Indizierung: Multimedia Info aktivieren; Priorität Normal. Für die UTF-8-Bibliothek UTF-8 wählen, falls angeboten, andernfalls die Voreinstellung belassen.
- Die Einstellungen des Media Streaming Add-ons separat öffnen. Das eigene NAS-Benutzerkonto und die passende Netzwerkschnittstelle auswählen; den Standardport 8200 verwenden.
- Unter DLNA Media Renderer den gewünschten PC beziehungsweise Client zum Zugriff zulassen.
- Unter Browsing-Einstellungen den Standardmenüstil auf Alle Kategorien setzen. Unter DLNA Media Renderer für den Client ebenfalls Alle Kategorien und das eigene Nutzerprofil wählen; beide Änderungen übernehmen.
- Das Media Streaming Add-on im App Center stoppen und starten. Danach die Gerätefreigabe erneut prüfen und bei Bedarf wieder setzen.
- Playlists als M3U, PLS oder WPL bereitstellen; M3U8 wird nicht unterstützt. UTF-8 und gültige relative Pfade verwenden. Die falsche Titelreihenfolge bleibt bei allen drei Formaten bestehen.
Dateinamen mit einem Fragezeichen können beim Kopieren über Windows/SMB Probleme bereiten. Betroffene Dateien direkt in QNAP File Station vom USB-Speicher in den passenden Musikordner kopieren.
Für die Albumreihenfolge die Musik eines Albums in einem gemeinsamen Ordner ablegen. Bei mehreren CDs Unterordner wie CD 1 und CD 2 verwenden; die Titel benötigen positive, eindeutige Titelnummern. QNAP übernimmt nur das erste Genre. Die Playlistreihenfolge bleibt bei M3U, PLS und WPL falsch; ein Wechsel zwischen diesen Formaten löst das Problem nicht.
Gerbera für MusicServer Connect ergänzen
Die vorhandene Bibliothek unter Public/music weiterverwenden und Gerbera nach der folgenden Schritt-für-Schritt-Anleitung einrichten. Im Plugin anschließend die Gerbera-Geräte-URL verbinden und Titelbestand, Tags und Reihenfolgen prüfen. Das Media Streaming Add-on parallel für WiiM Home Advanced Mode oder andere Geräte betreiben und dort gezielt den QNAP-Standardserver auswählen. Für BPM/Key und korrekte Playlistreihenfolgen in MusicServer Connect Gerbera verwenden. Wenn auch WiiM Home zuverlässige Playlists aus demselben Server erhalten soll, ist MinimServer eine geeignete gemeinsame Lösung. Beide Dienste lesen dieselben Musikdateien.
Herstellerhinweise: M3U-Format, UTF-8 und relative Pfade sowie manuelle Gerätefreigabe im Media Streaming Add-on.
QNAP: Gerbera mit WavPack-Korrektur Schritt für Schritt einrichten
Gerbera ist eine zusätzliche Medienserver-Software für deine QNAP. Der entscheidende Vorteil für MusicServer Connect ist die Übernahme der bereits in deinen Musikdateien gespeicherten BPM- und Tonart-/Key-Angaben: QNAPs eingebauter UPnP-Medienserver stellt diese Angaben nicht bereit. Die folgenden Schritte richten dafür die benötigten Metadaten-Zuordnungen ein.
Auch die Playlist-Unterstützung kann für Gerbera sprechen: Der hier beschriebene QNAP-Standard-UPnP-Server zeigt M3U8-Playlists nicht an. Bei den erkannten Formaten M3U, PLS, ASX und WPL bleibt die vorgegebene Titelreihenfolge nicht erhalten. Ein Umbenennen von M3U8 in M3U löst daher das Reihenfolgeproblem nicht. Wenn du M3U8 verwenden möchtest oder dir die genaue Abspielreihenfolge wichtig ist, ist Gerbera eine Alternative.
Wann brauchst du Gerbera nicht? Wenn deine Musikdateien keine gespeicherten BPM- und Key-Werte enthalten und dir die Playlist-Reihenfolge nicht wichtig ist, benötigst du Gerbera für diese Zwecke nicht zusätzlich. VirtualDJ kann BPM und Tonart/Key auch nachträglich durch Analyse der Musikdateien ermitteln – dafür ist kein Musikserver erforderlich. Du kannst daher beim eingebauten QNAP-Medienserver bleiben und die Werte von VirtualDJ berechnen lassen.
QNAPs eigener Medienserver kann parallel weiterlaufen, beispielsweise für den Advanced Mode von WiiM Home. Gerbera unterstützt diesen WiiM-Modus nicht. Deine Musik bleibt bei dieser Einrichtung im bisherigen Ordner; Gerbera erhält darauf nur Lesezugriff. Die Anleitung richtet auch die automatische Erkennung neuer und geänderter Dateien ein.
Empfohlene Version: Diese Anleitung verwendet den offiziellen Gerbera-Git-Build 3.3.0-77 vom Quellstand 245e723. Das Docker-Image ist mit Tag und SHA-256-Prüfsumme festgelegt; es enthält die bereits übernommenen Korrekturen für WavPack und wiederholte Playlist-Titel sowie mehrere Genres in WebM/WMV und höhere BPM-Präzision. Bei einem Update mit vorhandener Konfiguration auch die Leser-Zuordnungen ergänzen. Es ist ein Entwicklungsstand nach 3.3.0, keine neue stabile Release-Version.
Gerbera 3.3.0 ist beim WavPack-Import fehlerhaft: Das unveränderte 3.3.0-Image kann beim Einlesen von .wv-Dateien abstürzen. Im hier verwendeten Build wird der betroffene Speicher auf dem Heap angelegt. WavPack bleibt vollständig nutzbar; ein zusätzliches Anpassungsskript ist nicht erforderlich. Verwende deshalb die angegebene Image-Zeile vollständig.
1. Ordner, Benutzer und Dateien vorbereiten
- Melde dich in QTS mit einem aktiven Administratorkonto an, dessen Passwort du kennst. Das eingebaute Konto
adminmuss dafür nicht aktiviert sein; ein anderes berechtigtes Administratorkonto genügt. - Installiere im App Center die Anwendung Container Station. Öffne sie und schließe die erste Einrichtung ab. Multimedia Console und Media Streaming Add-on sind für Gerbera nicht erforderlich.
- Lege unter Systemsteuerung → Berechtigung → Benutzer → Erstellen den Benutzer
gerberaan. Er benötigt keine Administratorrechte. Gib diesem Benutzer Lesezugriff auf die Freigabe mit deiner Musik, einschließlich der enthaltenen Ordner und Dateien. Für SSH verwendest du weiterhin dein Administratorkonto. - Die Beispiele verwenden den Musikordner
Public/music, auf dem NAS/share/Public/music. Verwende bei einer anderen Freigabe deinen tatsächlichen Pfad. Deine vorhandene Musik kann dort bleiben. Entferne Windows-unzulässige Zeichen wie?aus Dateinamen und passe gegebenenfalls Playlist-Verweise an; die Titel-Tags dürfen diese Zeichen weiterhin enthalten. - Lege in File Station unter
Publicden Ordnergerbera-qnapund darin den leeren Unterordneremptyan. - Lade die Compose-Datei als compose.yaml herunter. Lade sie über File Station direkt nach
Public/gerbera-qnaphoch, neben den Ordnerempty. Der Dateiname musscompose.yamllauten, ohne zusätzliches.txt.
2. SSH aktivieren und Root-Rechte erhalten
- Öffne in QTS Systemsteuerung → Netzwerk und Dateidienste → Telnet/SSH.
- Aktiviere SSH-Verbindung zulassen, lasse den Port auf
22und klicke auf Übernehmen. Falls Zugriffsberechtigungen bearbeiten angeboten wird, erlaube dort deinem Administratorkonto den Zugriff. Bei aktiver NAS-Firewall muss der SSH-Port für deinen Computer im lokalen Netz erlaubt sein. - Öffne am Windows-PC Terminal oder PowerShell, am Mac Terminal. Ersetze im folgenden Befehl
DEIN_QTS_KONTOdurch dein Administratorkonto undNAS_IPdurch die QNAP-IP-Adresse.
ssh DEIN_QTS_KONTO@NAS_IP
Prüfe beim ersten Verbindungsaufbau die angezeigte Zieladresse und bestätige die Rückfrage mit yes. Gib das Passwort deines QTS-Kontos ein. Beim Tippen erscheinen keine Zeichen oder Sternchen. Bei einem abweichenden SSH-Port verwende ssh -p PORTNUMMER DEIN_QTS_KONTO@NAS_IP.
Wechsle anschließend zu Root-Rechten:
sudo -i
id
Bei einer erneuten Passwortabfrage verwende dasselbe Passwort deines angemeldeten QTS-Kontos. Ein besonderes Root-Passwort ist nicht nötig. Die Ausgabe von id muss uid=0 enthalten; auf QNAP kann der zugehörige Benutzername admin lauten. Falls ein Verwaltungsmenü erscheint, verlasse es über die dort angebotene Shell-/Beenden-Option. Lass das Terminal während der Einrichtung geöffnet; alle folgenden Terminalbefehle laufen auf der QNAP.
Ermittle die Kennungen des für den Musikzugriff angelegten Benutzers:
id gerbera
Bei einer Ausgabe wie uid=1001(gerbera) gid=100(everyone) ist UID 1001 und GID 100. Notiere deine eigenen Zahlen für die Compose-Datei.
3. Compose-Datei anpassen
Öffne die heruntergeladene compose.yaml mit einem Texteditor, ersetze die Beispielwerte für UID und GID durch die Zahlen aus Schritt 2 und lade die gespeicherte Datei nach Public/gerbera-qnap hoch. Die Musikzuordnung zeigt zunächst auf den leeren Ordner. So wird vorhandene Musik erst nach der Metadaten-Konfiguration importiert.
services:
gerbera:
image: gerbera/gerbera:sha-245e723@sha256:b4463e92ee6cc0c6338b91d822904cb894dd66480e4eed60930fad1b69378e09
container_name: gerbera-qnap
network_mode: host
restart: unless-stopped
environment:
# Beispielwerte: durch UID und GID aus "id gerbera" ersetzen.
UID: "1001"
GID: "100"
command:
- gerbera
- --interface
- eth0
- --port
- "49494"
- --config
- /var/run/gerbera/config.xml
volumes:
- gerbera-data:/var/run/gerbera
# Zuerst den leeren Ordner verwenden; in Schritt 7 auf /share/Public/music aendern.
- /share/Public/gerbera-qnap/empty:/mnt/content:ro
volumes:
gerbera-data:
Das offizielle Image wählt die passende ARM64- oder AMD64-Variante für unterstützte NAS-Modelle. Die Vorlage enthält keine feste NAS-IP-Adresse. --interface eth0 verwendet die Adresse dieser Netzwerkschnittstelle. Bei Geräten mit mehreren Anschlüssen, virtuellen Switches oder Portbündelung ersetze eth0 durch die tatsächlich für das Heimnetz verwendete Schnittstelle. network_mode: host ermöglicht die UPnP-Erkennung im NAS-Netz.
/mnt/content:ro bleibt als Containerpfad unverändert und erlaubt nur das Lesen der Musik. Das Volume gerbera-data speichert Einstellungen und Datenbank dauerhaft. restart: unless-stopped startet den Container nach einem NAS-Neustart wieder, sofern er vorher nicht manuell gestoppt wurde.
4. Anwendung mit leerer Bibliothek starten
- Öffne Container Station → Anwendungen → Erstellen. Verwende den Namen
gerbera-qnap. - Füge den vollständigen Inhalt deiner angepassten
compose.yamlin das YAML-Feld ein. Behalte die Einrückungen mit Leerzeichen bei und klicke auf Validieren. - Erstelle und starte die Anwendung. Der erste Download des Images kann etwas dauern. Warte, bis
gerbera-qnapals aktiv angezeigt wird. - Öffne
http://NAS_IP:49494/im Browser. Ein fehlender Web-URL-Eintrag in Container Station verhindert den direkten Zugriff nicht. Die Gerbera-Bibliothek ist zu diesem Zeitpunkt absichtlich leer.
5. BPM, Key und Titelanzeige einstellen
Öffne in Gerbera Config und wähle bei List Mode die Ansicht Expert. Ergänze unter Library Options → taglib Library Options → metadata und unter ffmpeg Library Options → Metadata die folgenden Zuordnungen. Vorhandene andere Zeilen bleiben erhalten.
| Bibliothek | Tag Name | Upnp metadata entry |
|---|---|---|
| taglib | BPM | upnp:beatsPerMinute |
| taglib | KEY | upnp:key |
| taglib | INITIALKEY | upnp:initialKey |
| ffmpeg | bpm | upnp:beatsPerMinute |
| ffmpeg | key | upnp:key |
| ffmpeg | initialkey | upnp:initialKey |
- Trage unter Server → Name den Namen Gerbera QNAP ein. So lässt sich der Server später von den anderen Musikservern unterscheiden.
- Für AIFF unter Import → Mappings → Mimetype-Contenttype die beiden Zuordnungen
audio/x-aiff → aiffundaudio/aiff → aiffergänzen. Ohne diese Zuordnungen können trotz vorhandener Tags BPM, Tonart und weitere Genres fehlen. AIFF-Konfiguration. - Für OGV unter ffmpeg Library Options die Option
streams-enabledaktivieren, damit Tags aus den Audio- und Videospuren eingelesen werden. OGV-Konfiguration. - Setze bei taglib und ffmpeg das Feld charset auf
UTF-8. Auch filesystem-charset, metadata-charset und playlist-charset sollenUTF-8verwenden. - Unter UPnP → Title Result Item leere das Feld mit
M_ARTISTund erhalteM_TITLE. Dadurch wird der reine Titelname übertragen. - Unter WavPack Library Options bleibt Enabled eingeschaltet.
- Klicke auf Save Config, starte den leeren Container in Container Station neu und prüfe nach erneutem Öffnen der Konfiguration, dass die Werte gespeichert sind.
BPM und Key müssen bereits in den Musikdateien gespeichert sein; Gerbera berechnet diese Werte nicht. Für MP4/M4A/M4V im vorhandenen id3-Element prefer_highest_bpm_accuracy="yes" und prefer_ambigous_bpm_value="bpm_tag" gemäß BPM-Präzision einstellen setzen. Ohne die erste Option bleibt die frühere Auswertung erhalten. Ein gewöhnlicher Rescan kann bereits importierte, unveränderte Dateien überspringen. Deshalb erfolgt diese Konfiguration vor dem ersten Musikimport. Separate Genre-Tags benötigen keine zusätzliche Einstellung.
6. Automatische Aktualisierung einstellen
Gerbera überwacht neue und geänderte Dateien bereits automatisch. Ergänze mit diesem vollständigen Block im geöffneten Root-Terminal die Erkennung von Änderungen an Dateiattributen:
docker exec -i -u 0 gerbera-qnap /bin/sh <<'GERBERA'
set -eu
file=/var/run/gerbera/autoscan.xml
test -f "$file"
sed -i -e 's/inotify-attrib="no"/inotify-attrib="yes"/g' \
-e '/<autoscan/ { /inotify-attrib=/! s/<autoscan/<autoscan inotify-attrib="yes"/; }' \
"$file"
cat "$file"
GERBERA
Am Anfang des ausgegebenen Autoscan-Abschnitts muss inotify-attrib="yes" stehen. Die Einstellung liegt im dauerhaften Datenvolume und wird beim folgenden Start geladen.
7. Musikordner verbinden und Gerbera starten
- Stoppe das Projekt beziehungsweise die Anwendung
gerbera-qnapin Container Station. - Öffne
Public/gerbera-qnap/compose.yamlin File Station. Ersetze ausschließlich die Zuordnung des leeren Ordners durch deinen tatsächlichen Musikordner, beispielsweise:
- /share/Public/music:/mnt/content:ro
Speichere die Datei auf dem NAS. Kopiere dann den vollständigen folgenden Block in das geöffnete Root-Terminal. Er übernimmt die geänderte Compose-Datei, verwendet das vorhandene Datenvolume weiter und startet Gerbera. Passe bei einem anderen Projektpfad die erste Zeile cd … an. Der Ablauf gilt auch für WavPack-Dateien.
cd /share/Public/gerbera-qnap &&
PROJECT=$(docker inspect --format '{{index .Config.Labels "com.docker.compose.project"}}' gerbera-qnap) &&
case "$PROJECT" in ''|'<no value>') printf 'Compose-Projekt nicht gefunden.\n' >&2; false ;; *) true ;; esac &&
if docker compose version >/dev/null 2>&1; then
docker compose -p "$PROJECT" -f compose.yaml create --force-recreate gerbera
elif command -v docker-compose >/dev/null 2>&1; then
docker-compose -p "$PROJECT" -f compose.yaml create --force-recreate gerbera
else
COMPOSE_BIN=
for candidate in /share/*/.qpkg/container-station/bin/docker-compose; do
if [ -x "$candidate" ]; then COMPOSE_BIN=$candidate; break; fi
done
if [ -n "$COMPOSE_BIN" ]; then
"$COMPOSE_BIN" -p "$PROJECT" -f compose.yaml create --force-recreate gerbera
else
printf 'Docker Compose wurde nicht gefunden. Container Station pruefen.\n' >&2
false
fi
fi &&
docker start gerbera-qnap
Öffne anschließend http://NAS_IP:49494/ und warte, bis die Bibliothek eingelesen ist. Den Fortschritt siehst du unter Container Station → Container → gerbera-qnap → Protokoll. Kopiere auch später ausschließlich vollständig vorbereitete Dateien in den Musikordner. Playlists benötigen gültige relative Dateiverweise und die Zeichencodierung UTF-8.
8. MusicServer Connect verbinden
Wähle in MusicServer Connect den Server Gerbera QNAP. Für eine manuelle Verbindung verwende http://NAS_IP:49494/description.xml. Prüfe Titelbestand, gespeicherte BPM-/Key-Werte und die Reihenfolge deiner Playlists.
Bei Verbindungsproblemen prüfe Containerstatus, NAS-IP, Netzwerkschnittstelle und mögliche Portkonflikte. Für die UPnP-Erkennung muss UDP 1900, für Weboberfläche und Medienabruf TCP 49494 im lokalen Netz erreichbar sein. Bei Permission denied kontrolliere UID, GID und die Leserechte des Gerbera-Benutzers. Der Pfad /content im Gerbera-Protokoll ist beim offiziellen Image normal.
Verlasse das Terminal mit exit; nach sudo -i ist dies normalerweise zweimal erforderlich. Wenn du SSH sonst nicht brauchst, entferne in QTS unter Systemsteuerung → Netzwerk und Dateidienste → Telnet/SSH das Häkchen bei SSH-Verbindung zulassen und klicke auf Übernehmen.
9. Neustarts und neuere Gerbera-Versionen
Für einen normalen Neustart wähle Container Station → Container → gerbera-qnap → Neu starten. Einstellungen und Datenbank bleiben im benannten Datenvolume gerbera-data erhalten. Beim Neuerstellen des Containers wird die unveränderte Programmdatei aus dem offiziellen Image verwendet.
Von einer vorhandenen 3.3.0-Installation wechseln
Verwende die vollständige Image-Zeile aus dieser Anleitung und behalte die vorhandenen Musikzuordnungen, Benutzerkennungen, den Projektnamen und das Datenvolume bei. Erstelle den Container anschließend wie unten beschrieben neu. Ein bloßer Neustart installiert kein anderes Image. Eine frühere lokale Anpassung der Programmdatei entfällt mit dem Ersetzen des Containers.
Später auf eine stabile Version aktualisieren
- Wähle auf der offiziellen Gerbera-Release-Seite eine stabile Version, die die WavPack-Korrektur aus PR #3981 enthält. Lies die Hinweise zu Konfiguration und Datenbank. Die hier ausdrücklich verwendete Git-Version dient bis zu einer solchen Veröffentlichung als festgelegter Zwischenstand; verwende keinen wechselnden
latest- oderedge-Tag. - Öffne
Public/gerbera-qnap/compose.yaml. Ersetze den gesamten Wert hinterimage:durchgerbera/gerbera:NEUE_VERSION. Dazu gehört auch das Entfernen der bisherigen@sha256:…-Angabe, da sie zum alten Image gehört. ErsetzeNEUE_VERSIONdurch die gewählte Versionsnummer. Alternativ verwende die vollständige neue Image-Zeile aus der aktualisierten Anleitung. Alle übrigen Einstellungen bleiben erhalten. - Aktiviere bei Bedarf SSH wie oben beschrieben und melde dich im Root-Terminal an. Lade das gewählte Image herunter:
docker pull gerbera/gerbera:NEUE_VERSION
- Stoppe das vorhandene Projekt beziehungsweise die Anwendung in Container Station. Führe den vollständigen Befehlsblock aus Schritt 7 aus. Das vorhandene Datenvolume darf dabei nicht gelöscht werden.
- Warte den Start und eine gegebenenfalls angezeigte Datenbankaktualisierung ab. Prüfe Versionsnummer, Servername und Protokoll sowie gespeicherte BPM-/Key-Zuordnungen. Verbinde MusicServer Connect neu und kontrolliere einige Titel, WavPack-Dateien und Playlists.
Herstelleranleitungen: QNAP Container Station und YAML-Änderungen, SSH auf QNAP aktivieren, QTS-Benutzer anlegen, offizielles Gerbera-Docker-Image.
Synology: Gerbera mit WavPack-Korrektur Schritt für Schritt einrichten
Gerbera ist eine zusätzliche Medienserver-Software für deine Synology. Der entscheidende Vorteil für MusicServer Connect ist die Übernahme der bereits in deinen Musikdateien gespeicherten BPM- und Tonart-/Key-Angaben: Synologys eingebauter UPnP-Medienserver stellt diese Angaben nicht bereit. Die folgenden Schritte richten dafür die benötigten Metadaten-Zuordnungen ein.
Wann brauchst du Gerbera nicht? Wenn deine Musikdateien keine gespeicherten BPM- und Key-Werte enthalten, benötigst du Gerbera für diesen Zweck nicht zusätzlich. VirtualDJ kann BPM und Tonart/Key auch nachträglich durch Analyse der Musikdateien ermitteln – dafür ist kein Musikserver erforderlich. Du kannst daher beim eingebauten Synology-Medienserver bleiben und die Werte von VirtualDJ berechnen lassen.
Synologys eigener Medienserver kann parallel weiterlaufen, beispielsweise für den Advanced Mode von WiiM Home. Gerbera unterstützt diesen WiiM-Modus nicht. Deine Musik bleibt bei dieser Einrichtung im bisherigen Ordner; Gerbera erhält darauf nur Lesezugriff. Die Anleitung richtet auch die automatische Erkennung neuer und geänderter Dateien ein.
Empfohlene Version: Diese Anleitung verwendet den offiziellen Gerbera-Git-Build 3.3.0-77 vom Quellstand 245e723. Das Docker-Image ist mit Tag und SHA-256-Prüfsumme festgelegt; es enthält die bereits übernommenen Korrekturen für WavPack und wiederholte Playlist-Titel sowie mehrere Genres in WebM/WMV und höhere BPM-Präzision. Bei einem Update mit vorhandener Konfiguration auch die Leser-Zuordnungen ergänzen. Es ist ein Entwicklungsstand nach 3.3.0, keine neue stabile Release-Version.
Gerbera 3.3.0 ist beim WavPack-Import fehlerhaft: Das unveränderte 3.3.0-Image kann beim Einlesen von .wv-Dateien abstürzen. Im hier verwendeten Build wird der betroffene Speicher auf dem Heap angelegt. WavPack bleibt vollständig nutzbar; ein zusätzliches Anpassungsskript ist nicht erforderlich. Verwende deshalb die angegebene Image-Zeile vollständig.
1. NAS und Benutzer vorbereiten
- Melde dich in der Synology-Oberfläche DSM mit einem Konto an, das zur Gruppe administrators gehört. Das ist ein Konto, das Pakete und Benutzer verwalten darf. Der Kontoname muss nicht
adminlauten. Falls dein Konto diese Rechte nicht besitzt, benötigst du die Person, die das NAS verwaltet. - Öffne das Paket-Zentrum und installiere Container Manager. Wird das Paket für dein Modell nicht angeboten, lässt sich diese Anleitung dort nicht verwenden. Zum Bearbeiten der YAML-Datei kannst du zusätzlich Synologys Paket Text Editor installieren.
- Öffne Systemsteuerung → Benutzer und Gruppe → Benutzer → Erstellen. Lege den Benutzer
gerberaan. Er benötigt keine Administratorrechte. Vergib ein eigenes Passwort; für die folgenden Terminalbefehle verwendest du weiterhin dein DSM-Administratorkonto. - Öffne Systemsteuerung → Gemeinsamer Ordner, markiere deinen Musikordner, zum Beispiel
music, und wähle Bearbeiten → Berechtigungen. Gib dem Benutzergerberadie Berechtigung Nur Lesen. Der Zugriff muss auch für die enthaltenen Musikordner und Dateien gelten.
Die Beispiele verwenden /volume1/music als Musikordner und /volume1/docker für Containerdateien. Liegen diese Ordner auf einem anderen Volume, verwende deren tatsächliche NAS-Pfade an den entsprechenden Stellen. Die Containerpfade /mnt/content und /var/run/gerbera bleiben gleich.
2. Ordner und Dateien ablegen
- Öffne File Station. Lege im gemeinsamen Ordner
dockerden Unterordnergerbera-synologyan. Falls der gemeinsame Ordnerdockerfehlt, lege ihn unter Systemsteuerung → Gemeinsamer Ordner → Erstellen an. - Lege darin einen weiteren Unterordner mit dem Namen
emptyan. Dieser Ordner bleibt leer. Er dient vorübergehend als Musikordner, damit der Import erst nach dem Einstellen der Metadaten beginnt. - Lade die Compose-Datei als compose.yaml auf deinen Computer herunter.
- Lade die Datei mit File Station → Hochladen direkt in
docker/gerbera-synologyhoch, neben den Ordnerempty. Der Dateiname muss genaucompose.yamllauten; es darf kein zusätzliches.txtangehängt sein.
Der Projektordner enthält diese beiden Einträge:
gerbera-synology/
├── compose.yaml
└── empty/
3. SSH aktivieren, am NAS anmelden und Kennungen ermitteln
Für das Ermitteln der Benutzerkennungen und die folgenden Docker-Befehle benötigst du einen Terminalzugang zum NAS. Du kannst die folgenden Befehle kopieren; Programmierkenntnisse sind dafür nicht erforderlich.
DSM-Konto und Passwort prüfen
- Öffne in DSM Systemsteuerung → Benutzer und Gruppe → Benutzer. Markiere das Konto, mit dem du dich später per SSH anmelden möchtest, und klicke auf Bearbeiten.
- Das Konto muss aktiviert sein: Entferne gegebenenfalls die Auswahl bei Dieses Benutzerkonto deaktivieren. Nach dem Speichern muss in der Benutzerliste der Status Normal statt Deaktiviert stehen.
- Unter Benutzergruppen muss das Konto zur Gruppe administrators gehören. Für die Anmeldung und den späteren Wechsel zu Root benötigst du das Passwort dieses Kontos. Ist es nicht bekannt, vergib in den Kontoeinstellungen ein neues Passwort und bestätige es. Speichere die Änderungen.
Du kannst dafür dein vorhandenes DSM-Administratorkonto verwenden. Möchtest du ausdrücklich das eingebaute Konto admin nutzen, aktiviere dieses Konto wie beschrieben und vergib dafür ein bekanntes Passwort. Das eingebaute Konto admin muss nicht aktiviert werden, wenn du ein anderes aktives Konto aus der Gruppe administrators verwendest. Der in Schritt 1 angelegte Benutzer gerbera dient ausschließlich dem Musikzugriff und benötigt diese Administratorrechte nicht.
SSH-Dienst auf dem NAS einschalten
- Öffne in DSM die Systemsteuerung und dort Terminal & SNMP. Wähle die Registerkarte Terminal.
- Setze das Häkchen bei SSH-Dienst aktivieren. Lass den Port für diese Anleitung auf
22stehen. - Klicke auf Übernehmen. Erst danach nimmt das NAS SSH-Verbindungen an. Ist die DSM-Firewall aktiv, muss sie den eingestellten SSH-Port für deinen Computer im lokalen Netz zulassen.
Vom Computer anmelden und zu Root wechseln
- Die NAS-IP-Adresse findest du unter Systemsteuerung → Netzwerk → Netzwerkschnittstelle. Öffne am Windows-PC Terminal oder PowerShell; am Mac die Anwendung Terminal.
- Gib den folgenden Befehl ein. Ersetze
DEIN_DSM_KONTOdurch dein DSM-Administratorkonto undNAS_IPdurch die IP-Adresse des NAS. Verwende hierfür nicht den gerade angelegten Benutzergerbera.
ssh DEIN_DSM_KONTO@NAS_IP
Beim ersten Verbindungsaufbau kann eine Rückfrage zur Identität des NAS erscheinen. Prüfe die angezeigte Zieladresse und bestätige die Verbindung mit yes. Gib anschließend das Passwort deines DSM-Kontos ein. Beim Tippen eines Passworts werden weder Buchstaben noch Sternchen angezeigt; das ist normal. Falls du einen anderen SSH-Port eingestellt hast, ergänze beim Anmelden -p PORTNUMMER.
Wechsle danach mit diesem Befehl zu den für Docker nötigen Rechten:
sudo -i
Falls nochmals nach einem Passwort gefragt wird, verwende dasselbe Passwort deines DSM-Kontos. Ein besonderes root-Passwort ist nicht erforderlich. Die Eingabeaufforderung endet anschließend gewöhnlich mit #. Lass dieses Terminalfenster während der Einrichtung geöffnet. Alle folgenden Terminalbefehle werden dort auf dem NAS ausgeführt.
Bei Connection refused prüfe zuerst, ob du den SSH-Dienst mit Übernehmen eingeschaltet hast und die richtige IP-Adresse und Portnummer verwendest. Bei abgewiesenem Passwort prüfe Kontoname, Passwort, Status Normal und die Mitgliedschaft in administrators. Synologys Anleitung zur SSH-Anmeldung mit Root-Rechten beschreibt diesen Ablauf ebenfalls.
Zeige die Kennungen des Gerbera-Benutzers an:
id gerbera
Eine Ausgabe wie uid=1030(gerbera) gid=100(users) bedeutet: UID ist 1030, GID ist 100. Notiere die Zahlen aus deiner eigenen Ausgabe. Die Zahlen identifizieren den Benutzer und seine Gruppe.
4. Compose-Datei anpassen
Öffne in File Station die Datei docker/gerbera-synology/compose.yaml mit Text Editor. Alternativ kannst du sie am Computer bearbeiten und erneut hochladen. Setze bei UID und GID die gerade notierten Zahlen ein; die Beispielwerte unten musst du ersetzen. Passe bei Bedarf den NAS-Pfad zum leeren Projektordner an. Speichere die Datei.
services:
gerbera:
image: gerbera/gerbera:sha-245e723@sha256:b4463e92ee6cc0c6338b91d822904cb894dd66480e4eed60930fad1b69378e09
container_name: gerbera-synology
network_mode: host
restart: unless-stopped
environment:
# Beispielwerte: durch UID und GID aus "id gerbera" ersetzen.
UID: "1026"
GID: "100"
command:
- gerbera
- --port
- "49494"
- --config
- /var/run/gerbera/config.xml
volumes:
- gerbera-synology-data:/var/run/gerbera
# Zuerst den leeren Ordner verwenden; in Schritt 8 auf /volume1/music aendern.
- /volume1/docker/gerbera-synology/empty:/mnt/content:ro
volumes:
gerbera-synology-data:
network_mode: host ermöglicht die Erkennung im Heimnetz ohne feste IP-Adresse in der YAML. Das Ende :ro erlaubt Gerbera nur das Lesen des Musikordners. Im Volume gerbera-synology-data werden Einstellungen und Datenbank dauerhaft gespeichert. restart: unless-stopped lässt den NAS-Container nach einem NAS-Neustart wieder anlaufen, sofern du ihn vorher nicht manuell gestoppt hast.
5. Projekt mit leerer Bibliothek starten
- Öffne Container Manager → Projekt → Erstellen. Verwende als Projektnamen genau
gerbera-synologyund als Pfad den vorbereiteten Ordnerdocker/gerbera-synology. - Wähle die vorbereitete
compose.yamlals vorhandene Compose-Datei aus. Bietet der Dialog einen YAML-Editor an, kannst du den Inhalt dort einfügen. - Bei Einstellungen für Webportal bleibt Webportal via Web Station einrichten ausgeschaltet. Klicke auf Weiter und erstelle und starte das Projekt. Der erste Download des Images kann etwas dauern.
- Unter Container → gerbera-synology muss der Status Wird ausgeführt beziehungsweise Running erscheinen.
- Öffne im Browser
http://NAS_IP:49494/, beispielsweisehttp://192.168.1.10:49494/. Ersetze die Beispieladresse durch deine NAS-IP. Du siehst Gerberas Oberfläche; die Musikbibliothek ist zu diesem Zeitpunkt absichtlich leer.
6. BPM, Key und Titelanzeige einstellen
Öffne in Gerbera Config und wähle die Ansicht Expert. Unter Library Options → taglib Library Options → metadata sowie unter ffmpeg Library Options → Metadata ergänze die folgenden Zeilen. Vorhandene andere Zuordnungen bleiben erhalten.
| Bibliothek | Tag Name | Upnp metadata entry |
|---|---|---|
| taglib | BPM | upnp:beatsPerMinute |
| taglib | KEY | upnp:key |
| taglib | INITIALKEY | upnp:initialKey |
| ffmpeg | bpm | upnp:beatsPerMinute |
| ffmpeg | key | upnp:key |
| ffmpeg | initialkey | upnp:initialKey |
- Trage unter Server → Name den Namen Gerbera Synology ein. So lässt sich der Server später von den anderen Musikservern unterscheiden.
- Für AIFF unter Import → Mappings → Mimetype-Contenttype die beiden Zuordnungen
audio/x-aiff → aiffundaudio/aiff → aiffergänzen. Ohne diese Zuordnungen können trotz vorhandener Tags BPM, Tonart und weitere Genres fehlen. AIFF-Konfiguration. - Für OGV unter ffmpeg Library Options die Option
streams-enabledaktivieren, damit Tags aus den Audio- und Videospuren eingelesen werden. OGV-Konfiguration. - Setze das Feld charset bei taglib und ffmpeg auf
UTF-8. Auch filesystem-charset, metadata-charset und playlist-charset sollenUTF-8verwenden. - Unter UPnP → Title Result Item leere das Feld mit
M_ARTISTund erhalteM_TITLE. So wird der reine Titelname anstelle von „Künstler – Titel“ als Titel übertragen. - Unter WavPack Library Options bleibt Enabled eingeschaltet.
- Klicke auf Save Config, starte den Container in Container Manager neu und kontrolliere nach erneutem Öffnen der Gerbera-Konfiguration, dass die Werte gespeichert sind.
BPM und Key müssen bereits in den Musikdateien gespeichert sein; diese Einstellungen berechnen die Werte nicht. Für MP4/M4A/M4V im vorhandenen id3-Element prefer_highest_bpm_accuracy="yes" und prefer_ambigous_bpm_value="bpm_tag" gemäß BPM-Präzision einstellen setzen. Ohne die erste Option bleibt die frühere Auswertung erhalten. Anschließend betroffene Dateien erneut importieren.
7. Automatische Aktualisierung einstellen
Gerbera überwacht neue und geänderte Dateien bereits automatisch. Mit dem folgenden Block ergänzst du die Erkennung von Änderungen an Dateiattributen. Kopiere den gesamten Block in das weiterhin geöffnete NAS-Terminal:
docker exec -i -u 0 gerbera-synology /bin/sh <<'GERBERA'
set -eu
file=/var/run/gerbera/autoscan.xml
test -f "$file"
sed -i -e 's/inotify-attrib="no"/inotify-attrib="yes"/g' \
-e '/<autoscan/ { /inotify-attrib=/! s/<autoscan/<autoscan inotify-attrib="yes"/; }' \
"$file"
cat "$file"
GERBERA
In der Ausgabe muss am Anfang des Autoscan-Abschnitts inotify-attrib="yes" stehen. Die Datei liegt im dauerhaften Datenvolume. Die Einstellung wird beim anschließenden Start mit dem Musikordner geladen.
8. Musikordner verbinden und Gerbera starten
- Stoppe das Projekt beziehungsweise die Anwendung
gerbera-synologyin Container Manager. - Öffne
docker/gerbera-synology/compose.yamlin File Station. Ersetze ausschließlich die Zuordnung des leeren Ordners durch deinen tatsächlichen Musikordner, beispielsweise:
- /volume1/music:/mnt/content:ro
Speichere die Datei auf dem NAS. Kopiere dann den vollständigen folgenden Block in das geöffnete Root-Terminal. Er übernimmt die geänderte Compose-Datei, verwendet das vorhandene Datenvolume weiter und startet Gerbera. Passe bei einem anderen Projektpfad die erste Zeile cd … an. Der Ablauf gilt auch für WavPack-Dateien.
cd /volume1/docker/gerbera-synology &&
if docker compose version >/dev/null 2>&1; then
docker compose -p gerbera-synology -f compose.yaml create --force-recreate gerbera
elif command -v docker-compose >/dev/null 2>&1; then
docker-compose -p gerbera-synology -f compose.yaml create --force-recreate gerbera
elif [ -x /var/packages/ContainerManager/target/usr/bin/docker-compose ]; then
/var/packages/ContainerManager/target/usr/bin/docker-compose \
-p gerbera-synology -f compose.yaml create --force-recreate gerbera
else
printf 'Docker Compose wurde nicht gefunden. Container Manager pruefen.\n' >&2
false
fi &&
docker start gerbera-synology
Öffne anschließend http://NAS_IP:49494/ und warte, bis die Bibliothek eingelesen ist. Den Fortschritt siehst du unter Container Manager → Container → gerbera-synology → Protokoll. Kopiere auch später ausschließlich vollständig vorbereitete Dateien in den Musikordner. Playlists benötigen gültige relative Dateiverweise und die Zeichencodierung UTF-8.
9. Mit MusicServer Connect verbinden
Wähle in MusicServer Connect den Server Gerbera Synology. Falls eine Geräte-URL benötigt wird, verwende http://NAS_IP:49494/description.xml. Kontrolliere deine Titel, Alben und Playlists und öffne einige Titel mit gespeicherten BPM- und Key-Werten.
Ist die Oberfläche nicht erreichbar oder wird der Server nicht gefunden, prüfe zunächst den Containerstatus und die NAS-IP. Bei aktivierter DSM-Firewall müssen TCP 49494 und für die UPnP-Erkennung UDP 1900 aus deinem lokalen Netz erlaubt sein. Meldet das Protokoll Permission denied beim Musikordner, kontrolliere die Leseberechtigung des Benutzers gerbera sowie UID und GID aus Schritt 3. Der Pfad /content im Protokoll ist beim offiziellen Image normal; er bezeichnet den eingebundenen Musikordner.
Nach Abschluss kannst du das Terminal mit exit verlassen; nach sudo -i ist dafür gewöhnlich zweimal exit nötig. Wenn du SSH sonst nicht benötigst, öffne in DSM Systemsteuerung → Terminal & SNMP → Terminal, entferne das Häkchen bei SSH-Dienst aktivieren und klicke auf Übernehmen.
10. Neustarts und neuere Gerbera-Versionen
Für einen normalen Neustart wähle Container Manager → Container → gerbera-synology → Neu starten. Einstellungen und Datenbank bleiben im benannten Datenvolume gerbera-synology-data erhalten. Beim Neuerstellen des Containers wird die unveränderte Programmdatei aus dem offiziellen Image verwendet.
Von einer vorhandenen 3.3.0-Installation wechseln
Verwende die vollständige Image-Zeile aus dieser Anleitung und behalte die vorhandenen Musikzuordnungen, Benutzerkennungen, den Projektnamen und das Datenvolume bei. Erstelle den Container anschließend wie unten beschrieben neu. Ein bloßer Neustart installiert kein anderes Image. Eine frühere lokale Anpassung der Programmdatei entfällt mit dem Ersetzen des Containers.
Später auf eine stabile Version aktualisieren
- Wähle auf der offiziellen Gerbera-Release-Seite eine stabile Version, die die WavPack-Korrektur aus PR #3981 enthält. Lies die Hinweise zu Konfiguration und Datenbank. Die hier ausdrücklich verwendete Git-Version dient bis zu einer solchen Veröffentlichung als festgelegter Zwischenstand; verwende keinen wechselnden
latest- oderedge-Tag. - Öffne
docker/gerbera-synology/compose.yaml. Ersetze den gesamten Wert hinterimage:durchgerbera/gerbera:NEUE_VERSION. Dazu gehört auch das Entfernen der bisherigen@sha256:…-Angabe, da sie zum alten Image gehört. ErsetzeNEUE_VERSIONdurch die gewählte Versionsnummer. Alternativ verwende die vollständige neue Image-Zeile aus der aktualisierten Anleitung. Alle übrigen Einstellungen bleiben erhalten. - Aktiviere bei Bedarf SSH wie oben beschrieben und melde dich im Root-Terminal an. Lade das gewählte Image herunter:
docker pull gerbera/gerbera:NEUE_VERSION
- Stoppe das vorhandene Projekt beziehungsweise die Anwendung in Container Manager. Führe den vollständigen Befehlsblock aus Schritt 8 aus. Das vorhandene Datenvolume darf dabei nicht gelöscht werden.
- Warte den Start und eine gegebenenfalls angezeigte Datenbankaktualisierung ab. Prüfe Versionsnummer, Servername und Protokoll sowie gespeicherte BPM-/Key-Zuordnungen. Verbinde MusicServer Connect neu und kontrolliere einige Titel, WavPack-Dateien und Playlists.
Herstelleranleitungen: Container-Manager-Projekte, Verfügbare NAS-Modelle für Container Manager, SSH und Anmeldung mit Administratorrechten, Offizielles Gerbera-Image.
WiiM Home: erweiterte Medienbibliothek
WiiM Home Advanced Mode bietet eine eigene Bibliotheksansicht mit Album-, Künstler- und Titelkategorien. Unterstützt werden unter anderem MinimServer, Synologys Standardserver, QNAPs Standardserver und Serviio. Gerbera bietet in WiiM Home derzeit die Ordneransicht.
Im Advanced Mode liest WiiM die Servermetadaten in einen eigenen Bibliotheksindex ein. Daraus erzeugt WiiM die einheitlichen Album-, Künstler-, Titel-, Playlist- und Genreansichten sowie die eigene Suche. Im Legacy Mode zeigt WiiM dagegen die vom Server bereitgestellte Navigation. Diese Begriffe bezeichnen die Betriebsarten von WiiM Home.
Empfehlung für die gemeinsame Nutzung
Synologys und QNAPs Standardserver unterstützen WiiM Home Advanced Mode. Dieser benötigt keine BPM- oder Key-Angaben. QNAPs falsche Playlistreihenfolge bleibt auch in WiiM Home eine Einschränkung.
Wenn VirtualDJ BPM und Key selbst berechnet, genügt Synologys Standard-Medienserver auch für MusicServer Connect. Für QNAP gilt das ebenfalls, sofern die falsche Playlistreihenfolge akzeptabel ist. Eine zusätzliche Gerbera-Installation ist in diesen Fällen nicht erforderlich.
Wer in MusicServer Connect bereits in den Musikdateien gespeicherte BPM-/Key-Werte übernehmen oder die QNAP-Playlistreihenfolge korrekt erhalten möchte, kann Gerbera mit WavPack-Korrektur im Docker-Container ergänzen: Im Plugin Gerbera auswählen, in WiiM Home für den Advanced Mode den Standardserver. Beide Dienste können dieselbe Musikbibliothek lesen. MinimServer behält seinen Vorteil als gemeinsame Lösung, die diese Anforderungen und WiiM Home Advanced Mode mit einem Server abdeckt; die zusätzliche Tag-Konfiguration für BPM und Key ist weiterhin erforderlich. Der Gerbera-Containerbetrieb auf Synology setzt einen verfügbaren Container Manager voraus.
Weitere Informationen: WiiM Home: Medienbibliothek und unterstützte Server.
Ampache 7/8: Videos und Datei-Playlists einlesen
Ein Musikkatalog importiert in Ampache keine Videos. Für die Videobibliothek einen zusätzlichen lokalen Katalog mit dem Medientyp Video einrichten und einlesen. Die Katalogpfade dürfen sich nicht überschneiden. Auf dem Prüfstand zeigt deshalb eine zusätzliche, nur lesbare Linux-Verzeichnisansicht auf dieselben Videodateien; die gemeinsamen Bibliotheks-Testdateien bleiben unverändert.
Datei-Playlists ausdrücklich importieren. Der offizielle CLI-Aufruf lautet php bin/cli run:updateCatalog -i "Katalogname"; dabei die zur Installation passende PHP-Version und das Dienstkonto verwenden. Ein bloßer Metadaten-Rescan genügt dafür nicht. Beim Vergleich lieferten beide Versionen die Audioeinträge einschließlich Wiederholungen; Videoeinträge fehlten in den gemischten Dateilisten.
MP3 unverändert ausliefern
Ist eine automatische MP3-Umwandlung erlaubt, aber kein Konverter eingerichtet, kann Ampache 8 beim Abruf mit HTTP 500 antworten. Für die unveränderte Auslieferung in der vorhandenen Konfiguration transcode_mp3 = "false" setzen. Alternativ einen vollständigen Transcoder einrichten. Auf dem Prüfstand wurden Stream und Download nach dem Abschalten der MP3-Umwandlung bytegenau geprüft.
LMS: Playlists mit Titeln desselben Albums
In den LMS-Einstellungen unter Miscellaneous die Option Skip playlists that contain tracks from the same album deaktivieren, wenn solche Playlists angezeigt werden sollen. Anschließend die Bibliothek neu einlesen. Wiederholte Audiotitel wurden im Vergleich in ihrer ursprünglichen Reihenfolge geliefert.
Asset UPnP: Medien- und Playlistordner
In der Asset-Weboberfläche unter Folders → Media Folders den Bibliotheksordner hinzufügen. Unter Playlist Folders jeden Ordner mit Playlistdateien einzeln angeben; untergeordnete Playlistordner werden dort nicht automatisch mit erfasst. Auf dem Prüfstand sind dies /srv/music/Playlists und /srv/music/Format-Test-1.3/Playlists.
Unter Options → Display Settings die Zusätze für Tracknummern, Künstler vor Sampler-Titeln und Künstler hinter der Titelliste abschalten, wenn reine Titelnamen gewünscht sind. Diese Optionen ändern die Darstellung, nicht die Musikdateien. Der Asset-Provider verwendet den eingebauten Zweig Playlists für Datei-Playlists. Dynamische Filterkombinationen und Internet-Radio werden bei dieser Suche nicht rekursiv durchlaufen. Die geprüfte Standardnavigation einschließlich Dynamic Browsing kann erhalten bleiben. Katalog, Künstler-, Album- und Genreansichten wurden nach der Anpassung ohne Abruffehler geprüft. Asset liefert M3U, M3U8 und PLS; bei PLS können die vom Server gelieferten Titeltexte einen Künstlerpräfix enthalten.
Jellyfin 12.2.0: DLNA und Clientprofil
Jellyfin benötigt für MusicServer Connect das offizielle DLNA-Plugin. In der Serververwaltung unter Plugins aus dem offiziellen Katalog installieren und Jellyfin neu starten. Geprüft wurde DLNA 14.0.0.0. In dessen Einstellungen das Benutzerkonto auswählen, dessen Bibliotheken über DLNA verfügbar sein sollen. MusicServer Connect verbindet sich über UPnP/DLNA; die Anmeldung in Jellyfins eigener Weboberfläche ist davon unabhängig.
Bibliotheken und Metadaten
Audiodateien als Bibliothekstyp Musik, Videos als Musikvideos einrichten. Die betreffenden Medien- und Playlistordner lesbar bereitstellen und danach beide Bibliotheken scannen. Für eine reine Auswertung der Dateitags externe Metadatenanbieter und externe Bildanbieter abschalten; auch die globalen Einstellungen für Künstler und Alben prüfen. Eingebettete Titel und lokale Bilder aktiv lassen. Auf dem Prüfstand wird nur lesend auf die gemeinsame Musikbibliothek zugegriffen.
Clientprofil für MusicServer Connect
Das geprüfte DLNA-Clientprofil herunterladen und als MusicServer Connect.xml im Benutzerprofilordner des DLNA-Plugins speichern. Bei der nativen Debian-Installation liegt dieser unter /var/lib/jellyfin/plugins/configurations/dlna/user/; bei anderen Installationen entsprechend unter dem tatsächlichen Jellyfin-Datenordner. Der Jellyfin-Dienst muss die Datei lesen können. Anschließend Jellyfin neu starten und im Plugin die Bibliothek aktualisieren.
Das Profil erkennt MusicServer Connect über dessen User-Agent. Es sorgt für beständige Ressourcenadressen und setzt die Medientypen von M4A-Audio und OGV-Video richtig. Dadurch bleiben Albumansichten abrufbar und diese Formate erscheinen im Katalog. Das Profil wird getrennt von den mitgelieferten Systemprofilen gespeichert.
Verbleibende Einschränkungen
Im Test mit 125 Dateien wurden alle Audio- und Videoquellen sowie 195 Plugin-Ansichten ohne Abruffehler gelesen. Jellyfin liefert über DLNA keine BPM-/Tonartwerte und falsch skalierte Bitraten. ASX/XSPF fehlen; M3U, M3U8, PLS und WPL verlieren wiederholte Titel. Einzelne ältere M3U-/M3U8-Listen sind zusätzlich unvollständig. Albumkünstler sind teilweise falsch zugeordnet, und für flache Musikordner fehlt teilweise eine native Albumansicht. Bei WMA fehlt das zweite Genre. Bei Videos fehlen Künstler, Album und Genres. Diese Grenzen werden durch das Clientprofil nicht behoben.
Offizielle Linux-Installation · Offizielle DLNA-Dokumentation
WiiM Home, Mezzmo und Windows Media Player
Bei diesen Windows-Servern verwendet MusicServer Connect automatisch die geprüften Titel- beziehungsweise Dateiordner, um fehlerhafte oder sehr langsame globale Suchantworten zu umgehen. Dafür ist keine zusätzliche Plugin-Einstellung nötig. Die Suche im Plugin erfolgt anschließend im eingelesenen Katalog.
UPnP-Antworten dürfen bis zu 30 Sekunden benötigen, bei Windows Media Player bis zu 60 Sekunden. Laufende Anfragen bleiben abbrechbar. Fehlerhafte oder während des Abrufs wechselnde Seiten werden weiterhin zurückgewiesen; längere Wartezeiten ergänzen keine fehlenden Dateien oder Metadaten.
WiiM Home Media Server 0.2.10.5
Musikserver und VirtualDJ können auf demselben Windows-PC laufen; mehrere Server parallel sind möglich. Die Serverliste verbindet die normale UPnP-Erkennung mit einer ergänzenden Prüfung lokal laufender, unterstützter Medienserver. Dabei werden die tatsächlich geöffneten Ports ermittelt und die UPnP-Gerätebeschreibungen geprüft. Unterschiedliche Gerätekennungen bleiben getrennt; mehrere Endpunkte desselben Servers erzeugen keinen zusätzlichen Eintrag. Administratorrechte sind dafür nicht erforderlich.
WiiM Home wurde im Test auf demselben PC von der normalen Windows-UPnP-Suche nicht gefunden, obwohl seine Gerätebeschreibung erreichbar war. Die ergänzte Plugin-Erkennung findet ihn als WiiM Home: LaptopAcer – auf einem anderen PC entsprechend mit dessen Namen. Im Anmeldedialog auf Erneut suchen klicken und den WiiM-Server auswählen; Benutzername und Passwort sind für diese UPnP-Verbindung nicht nötig. Geprüft wurden gleichzeitig WiiM Home, Mezzmo und Windows Media Player.
Bei einer älteren Plugin-Version kann vorübergehend die vollständige Beschreibungsadresse in Server-URL eingetragen werden. Der geprüfte lokale Weg lautet beispielsweise http://127.0.0.1:22346/upnp/DeviceDescription.xml. Port und Pfad müssen zum laufenden Server gehören; dies ist kein fest im Plugin hinterlegter Port. Auch Port 22345 lieferte auf diesem Rechner denselben WiiM-Server. Der ausgeschriebene Hostname localhost lieferte im direkten HTTP-Test dagegen 404 und wurde nicht als gleichwertiger Ersatz gewertet. Die Ursache der Suchlücke ist nicht eindeutig WiiM Home oder Windows zugeordnet.
Den Musikordner zur lokalen Medienbibliothek hinzufügen und die DLNA-Freigabe einschalten. Im Test wurde die Originalquelle \\smbserver\music verwendet. Über diese Schnittstelle fehlen Datei-Playlists sowie Videos; AAC-ADTS, Opus und WavPack werden ebenfalls nicht angeboten. Bereits in der WiiM-App gespeicherte Abspiellisten sind kein Nachweis für den Import externer Playlistdateien.
Mezzmo 6.0.6.0
Den Bibliotheksordner einschließlich Unterordnern hinzufügen. Externe Datei-Playlists getrennt über Wiedergabeliste erstellen → Verbundene Wiedergabeliste anlegen. „Dateien aus externer Wiedergabeliste hinzufügen“ importiert referenzierte Medien und ist nicht derselbe Vorgang. Für unveränderte Dateitags das automatische Abrufen und Schreiben von Internet-Metadaten ausgeschaltet lassen.
Die Ordnereigenschaften bieten Prüfe Ordner auf neue Dateien alle. Bereits verbundene Listen besitzen ein eigenes Prüfintervall. Ordnerüberwachung allein legte im Nachtest keine verbundenen Listen aus den Playlistdateien an, auch nicht mit zusätzlich aufgenommenen Playlistendungen. Automatische Aktualisierung einer vorhandenen Verknüpfung und automatische Entdeckung neuer Playlistdateien sind unterschiedliche Funktionen. Die separat geprüften Listen verlieren Wiederholungen bei M3U/PLS/WPL; M3U8/XSPF bleiben leer, beide ASX-Proben liefern widersprüchliche Seitenzahlen. Smart Playlists ersetzen keine feste externe Reihenfolge mit Wiederholungen.
Der Standardfilter enthält .aif, aber nicht .aiff. Ein zusätzliches *.aiff im Filter ließ die Probe nur als unbekannten Dateityp einlesen und erzeugte keinen Stream; die Ergänzung wurde zurückgenommen. Auch WavPack wurde dem geprüften Client nicht als abspielbare Ressource angeboten. Das bloße Vorhandensein eines Datenbankeintrags beweist keine Wiedergabefähigkeit.
Windows Media Player Legacy / Sharing 12.0
Unter Systemsteuerung → Netzwerk- und Freigabecenter → Medienstreamingoptionen auf Alle zulassen klicken und mit OK speichern. Damit erhalten die Geräte im lokalen Netzwerk einschließlich WiiM und des Handys mit WiiM Home Zugriff auf die Medienbibliothek. Bei Zugriff verweigert diese Gerätefreigabe prüfen: Ein funktionierender Plugin-Zugriff auf demselben PC bedeutet noch nicht, dass externe Geräte zugelassen sind.
Medienstreaming für das lokale Netzwerk freigeben und die lokalen Musik- und Videoordner in die entsprechenden Windows-Bibliotheken aufnehmen. Automatisches Abrufen beziehungsweise Schreiben von Internet-Metadaten für unveränderte Quelldateien ausgeschaltet lassen. Der vollständige lokale Vergleich lieferte 146 echte Medien; alle 20 angebotenen Formatproben wurden vollständig decodiert. OGG, Opus, WavPack, WebM und OGV fehlten; BPM und Tonart wurden nicht übermittelt. Nach vollständigem WMP-Katalogneuaufbau wurden sechs befüllte Playlists geliefert. Die Namen weichen teils von den importierten Listen ab; zwei ältere M3U-Listen verlieren wegen der Zeichenkodierung einen Titel. Die entsprechenden WPL-Listen enthalten alle vier Titel.
Playlistnamen ohne Punkt verwenden, beispielsweise MSC Mixed 1-3 statt MSC Mixed 1.3. Im gezielten Vergleich mit WPL, M3U und M3U8 kürzte WMP den Dateinamen der gespeicherten Importkopie am ersten Punkt; dieser gekürzte Name erschien auch über UPnP. Mit Bindestrich blieb der Name vollständig erhalten.
Für WMP fragt das Plugin reine Übersichten mit einem schmalen Metadatenfilter ab. Die vollständigen Titelmetadaten, Ressourcen und Playlist-Inhalte werden weiterhin gelesen; Seitennavigation und Konsistenzprüfungen bleiben erhalten. Der gemessene erste Katalogabruf sank auf diesem Prüfstand durch Bereinigung und Plugin-Optimierung von rund 22 auf 4,3–4,6 Sekunden. Das ist ein Provider-Messwert für die getestete Bibliothek, keine allgemeine Zusage für die VirtualDJ-Oberfläche oder größere Bestände.
Enthält der Musikbestand auch Playlistdateien, nur die eigentlichen Audio-Unterordner zur Windows-Musikbibliothek hinzufügen und Videoordner getrennt aufnehmen. Playlists gezielt in WMP importieren. Ein ganzer übergeordneter Ordner führte hier dazu, dass WMP einzelne Playlistdateien zusätzlich als Audiotitel beziehungsweise leere Listen anbot. Wiederholte Importe erzeugten weitere WPL-Kopien im Windows-Ordner Musik → Wiedergabelisten. Vor einem Neuaufbau den WMP-Katalog sichern und alte, eindeutig identifizierte Importkopien außerhalb der überwachten Ordner archivieren; ein reiner Datenbankneuaufbau würde diese Dateien erneut einlesen. Originalmedien und Originalplaylists bleiben erhalten.
Mediendateien auf der SMB-Freigabe funktionierten in unserem Test nicht als WMP-DLNA-Bibliothek, auch nicht über das Netzlaufwerk Y:. Der Dienst konnte eine Originaldatei lesen; Samba erlaubte bereits Lesen und Schreiben. Der freigegebene Medienkatalog blieb dennoch leer. Dieser Befund betrifft die getestete Netzwerkquelle und ist kein allgemeiner Ausschluss sämtlicher SMB-Konfigurationen. Für die Nutzung lokaler Dateien gilt der getrennt geprüfte lokale Befund.
Windows-Offlinedateien wurden nicht verwendet: Sie würden eine synchronisierte lokale Kopie anlegen. Nach einem Dienstneustart benötigte WMP im Kontrolltest rund drei Sekunden, bis Gerätebeschreibung und UPnP-Wurzel wieder erreichbar waren. Ein zunächst fehlender Servereintrag erfordert daher nicht automatisch ein Zurücksetzen der Bibliothek.